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THREE DAYS GRACE Outsider Tour 2018 - Palladium, Köln - 14.10.2018

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THREE DAYS GRACE, Palladium, Köln, 14.10.2018

Support: Bad Wolves

Nachdem ich Anfang des Jahres schon das Vergnügen hatte, das aktuelle Album „Outsider“ der Kanadier rezensieren zu dürfen, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, der Band bei einem ihrer wenigen Deutschlandkonzerte einen Besuch abzustatten. Angesetzt war der Termin zunächst für die Live Music Hall, die aber aufgrund der enormen Ticketnachfrage schon kurze Zeit nach Vorverkaufsstart das Event an das deutlich größere Palladium weiterreichen musste.

Obwohl ich an diesem Abend extra sehr zeitig gen Köln aufgebrochen bin, hat sich bei meinem Eintreffen bereits eine schier endlose Schlage der Konzertbesucher gebildet, die in der warmen Abendsonne auf den Einlass warten. Mir fallen direkt mehrere, scheinbar organisierte Trüppchen auf, die versuchen, Karten zu ergattern, deren Inhaber aufgrund von Krankheit oder privater Gründe ihre Tickets Freunden zum Verkauf mitgegeben haben. Das scheinbar lukrative Geschäft besteht im billigen Ankauf der Karten mit anschließendem Weiterverkauf zu deutlich höheren Preisen.

Im Inneren des Palladium angekommen, fällt der Blick zunächst auf das einladende Foyer mit großer Theke, die schon stark frequentiert wird. Am Ende des Foyers befindet sich der Merchandise-Stand der beiden Bands. In der Halle dominiert zunächst das riesige BAD WOLVES Logo über dem mannshohen Schlagzeugpodest, während das Drumkit der Vorgruppe einen deutlich weniger exponierten Platz innehat.

Pünktlich geht um 20.00 Uhr das Licht im Saal aus und die Jungs um Tommy Vext aus LA entern die Bühne, anders kann man es wirklich nicht bezeichnen, denn hier wird von Anfang an gesprungen, gehüpft und das Publikum zum Mitmachen animiert. Die Band brennt in der ihr zur Verfügung stehenden Zeit ein wahres Feuerwerk ab, wobei an diesem Abend die härteren Titel der WOLVES auf dem Programm stehen, um für die nötige Stimmung zu sorgen. Daneben gibt es noch Zeit für ein kleines Geburtstagsständchen für Gitarrist Doc Coyle, der unter dem Beifall des Publikums die Kerzen seiner Geburtstagstorte ausbläst.

Highlight des Konzerts ist die Coverversion des THE CRANBERRIES-Welthits „Zombie“, der zusammen mit DOLORES O’RIORDAN, Sängerin des Originals, neu aufgenommen werden sollte, kurz bevor diese im Januar dieses Jahres überraschend verstarb. Die Version der BAD WOLVES toppte die US Mainstream Charts und hat mittlerweile Platin-Status in den USA. Die Version packt wohl jeden im Saal und beschließt einen gelungenen Einstieg in den Abend.

Line-Up BAD WOLVES:

  • Tommy Vext: Gesang

  • John Boecklin: Schlagzeug

  • Doc Coyle: Lead Gitarre

  • Chris Cain: Gitarre

  • Kyle Konkiel: Bass

Setlist:

  • Officer Down

  • Learn to Live

  • No Masters

  • Remember When

  • Better the Devil

  • Run for Your Life

  • Hear Me Now

  • Zombie (THE CRANBERRIES Cover)

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Bevor es mit dem Hauptact weitergeht, steht eine Umbaupause auf dem Programm, die Gelegenheit bietet, etwas Kühles von den Theken zu organisieren. Als das Licht im Saal dann endlich ausgeht, erwartet das Publikum die Jungs um die Brüder Walst, die sich aber noch etwas Zeit lassen und statt dessen „Living On A Prayer“ von BON JOVI aus den Boxen dröhnen lassen. Das Publikum singt textsicher mit und verkürzt sich so die Wartezeit.

Dann aber gibt es kein Halten mehr und mit „The Mountain“ starten die Kanadier standesgemäß mit einem der Kracher des aktuellen Albums. Die Stimmung im Saal ist sofort mehr als ausgelassen, denn es wird sofort deutlich, dass THREE DAYS GRACE an diesem Abend keine Gnade kennen und von der ersten Sekunde an Vollgas geben. Spätestens bei „Infra-Red“ gibt es einen tausendstimmigen Chor, der MATT WALST im Chorus lautstark unterstützt, was dieser mit anerkennendem Applaus quittiert.

Die Tracks des neuen Albums fügen sich ausgezeichnet in die Setlist ein, die neben besagten neuen Titeln auch die Hits der Band wie „I Hate Everything About You“, „Animal I Have Become“ und „Never Too Late“ listet, die frenetisch gefeiert werden. Die Stimmung im Saal ist hervorragend, was die Band ihrerseits mit Spielfreude und Enthusiasmus zurückgibt. Das ohrwurmartige „Love Me Or Leave Me“ ist eines der Highlights des Abends und beweist erneut, wie stark das neue Album ist.

Riot“ vom 2006er Album „One-X“ beschließt ein fantastisches Konzert einer Band, die an diesem Abend ein restlos begeistertes Publikum in die Nacht entlässt, nicht ohne das Versprechen abzugeben, bald wieder nach Deutschland kommen zu wollen.

FAZIT: THREE DAYS GRACE feiern im Palladium Köln ein rauschendes Fest. Das aktuelle Album „Outsider“ zündet unter Livebedingungen ausgesprochen gut und reiht sich nahtlos in die Reihe der bisherigen Veröffentlichungen ein, wobei Sänger MATT WALST in der Rolle als Nachfolger des aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme im Jahr 2013 ausgestiegenen ADAM GONTIERs endgültig angekommen zu sein scheint. Ein großartiges Konzert, das an diesem Abend Lust auf ein baldiges Wiedersehen macht.

Line-Up THREE DAYS GRACE:

  • Matt Walst: Gesang

  • Barry Stock: Gitarre

  • Neil Sanderson: Schlagzeug; Gesang

  • Brad Walst: Bass, Gesang

 Setlist:

  • The Mountain

  • Home

  • The Good Life

  • Pain

  • Infra-Red

  • World So Cold

  • You Don't Get Me High Anymore (Phantogram Cover)

  • Just Like You

  • Love Me Or Leave Me

  • Get Out Alive

  • Painkiller

  • Break

  • Let You Down

  • I Hate Everything About You

  • Animal I Have Become

  • Never Too Late

  • Riot

THREE DAYS GRACE Fotos

THREE DAYS GRACE Homepage

THREE DAYS GRACE auf Facebook

 

Stefan Haarmann (Info)

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Live-Fotos

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