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Motorjesus: Deathrider

Stil: Heavy/Stoner Rock

Cover: Motorjesus: Deathrider

Unter dem Namen The Shitheadz haben die deutschen Rocker bereits das kraftvolle, wenn auch nicht vor Originalität strotzende, Debüt „Dirty Pounding Gasoline“ herausgebracht. Weil der Bandname international Probleme bereitete (u.a. Zensur in den scheinheiligen USA), mußte das Locomotive-Debüt in einigen Ländern unter dem Pseudonym „X-Headz“ erscheinen. Alsbald beugte man sich dem internationalen Druck und änderte den Bandnamen in Motorjesus.

Von einstigen Hardcoreambitionen ist praktisch nichts mehr übrig. Motorjesus zocken gut gemachten Heavy Rock mit Stoner-Auswüchsen, groovig und fett dargeboten. Ein paar melodische Gitarren lockern drohende Riff-Verstopfung auf und garantieren einen flutschigen Abgang in die Gehörgänge, das eine oder andere Solo könnte auch Stadionrocker beglücken. Herr Birx zählt eindeutig zu den besseren Vertretern seiner Sangeszunft und legt eine Menge Herzblut, Kraft und Gefühl in die kernigen Rocknummern. Eingängige Refrains ohne billige AOR Hooks erhöhen den Wiedererkunngswert und heben Motorjesus damit klar über die Massen der repetitiven 08/15 Riff-Stoiker.

Von der einschlägigen deutschen Rock- und Metalpresse wurde das Debüt schon mit Lob überschüttet, vielleicht ein wenig übertrieben, denn bei aller Professionalität und gleichzeitiger Spielfreude wird doch eine gewisse Standardkost (wenn auch auf hohem Niveau) geboten.

FAZIT: Dicke Riffs, eine Menge Groove und ein angenehmes Maß an Eingängigkeit: Heavy- und Stoner Rocker – bitte zugreifen. Alle anderen stören sich vielleicht an der eher geringen Abwechslung.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008

Tracklist

  1. Legion Of Rock
  2. Destroyer
  3. 10 Feet Under Ground
  4. Deathrider
  5. Distortion Sleep
  6. The Howling
  7. The Undertaken
  8. Hellmachine
  9. Invisible Man
  10. Black Fuel Domination
  11. Death Hammer Overload
  12. The Evil

Besetzung

  • Bass

    Mark Neschen

  • Gesang

    Christoph Birx

  • Gitarre

    Andreas Peters, Guido Reuss

  • Schlagzeug

    Oliver Beck

Sonstiges

  • Label

    Locomotive Records

  • Spieldauer

    52:34

  • Erscheinungsdatum

    2006

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