Krude Songtitel wecken Interesse, und dann drucken die Nasen keine Texte im Booklet ab…Gut, manches spielt sich rein Instrumental ab auf dem Kurzspieler dieser Deutschen Gruppe.
In zwei Kategorien ergeht sich der Sound von SOAPBOX. Zwei kompakte Songs mit schrammeligem, kantigen und melancholischen Indie-Rock stehen einem weiteren Paar Tracks mit epischen Soundwällen gegenüber. Das klingt nie allzu deutsch, schwebt aber im Geiste einheimischer Helden aus der Anlage, die man vornehmlich in der Kaiserslauterner Umgebung verorten kann. Guido Lucas mag diese Band bestimmt, auch wenn sie weniger verschroben und noisig vorgeht.
Der Opener ist ein recht weinerliches Stück, wohingegen „Happyless“ minimal sonniger daherkommt. Die monumentalen Tracks bieten nichts wirklich Neues, zeigen aber, dass man auch im Odenwald Mogwaische Klangphilosophie versteht. Diese Art Song ist in jedem Fall normierter Konfektionsware vorzuziehen. SOAPBOX werden diese Komponente hoffentlich mit eigener Note ausbauen, wenn es an ein Album geht.
FAZIT: Unspektakulärer Beitrag zum aktuellen Rockgeschehen, der angesichts des gezeigten Talents auf Kreativität über Albumdistanz hoffen lässt. Die ehemaligen Tourneepartner Amplifier und Harmful passen auch als Klangvergleiche.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008
Timo Kumpf
Jens Siefert
Jens Siefert, Henrik Petersen
Sven Schmidt
Noisepollution/Päänng
27:03
2007