Dieses Ein-Mann-Projekt krankt an einem ganz konkreten Faktor: Dem einen Mann. Eigentlich macht Beat Hüppin Musik, die durchaus für einen Schuss guter Laune taugt. Er spielt nämlich Country und schmeckt das Ganze mit ein bisschen Rock ab. Das haben auch Jello Biafra und Mojo Nixon schon mal gemacht und heraus kam ein Klassiker. Leider mangelt es dem Multiinstrumentalisten, der alles selber eingespielt hat, am Gespür für zündende Melodien. Außerdem spielt er jeden Song gefühlte 10 bpm zu langsam, was sich anhört, als hätte er beim Aufnehmen unter Valium gestanden. Zu diesem Eindruck trägt auch ganz entscheidend der Gesang bei. Hier muss man einfach deutlich sagen: Wer weder über eine gut klingende Stimme verfügt, noch einigermaßen der Aussprache des Englischen mächtig ist und dann auch noch so krumm daher leiert, der sollte sich einen Sänger suchen. Einen Sympathiepunkt beschert Hüppin der Text zu „Fix It In The Mix“, in dem er über digitale Aufnahmetechnik, Perfektionswahn und die damit verbundene Verlogenheit des Produkts abkotzt. Leider macht das Ergebnis seiner eigenen Bemühungen zumindest im Gesangsbereich nicht gerade Werbung für die reine Lehre.
FAZIT: Gute Ideen, leider ziemlich in den Sand gesetzt.
Punkte: 4/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.10.2008
Beat Hüppin
Beat Hüppin
Beat Hüppin
Beat Hüppin
More Guitar Records
71:43
26.09.2008