Zurück

Reviews

Lääz Rockit: Left For Dead

Stil: Thrash / Speed Metal

Cover: Lääz Rockit: Left For Dead

Wer etwas mit der aktuellen CD von TESTAMENT ("The Formation Of Damnation") anfangen kann, demjenigen sei die mittlerweile neunte Veröffentlichung von LÄÄZ ROCKIT ans Herz gelegt, "Left For Dead". Nicht nur, dass Chuck Billy selbst eine Empfehlung für das vorliegende Album ausspricht - "The best Lääz Rockit ever made!" - er und seine Band üben auch einen sehr großen Einfluss auf das Klangbild aus. Ob sie sich nun gegenseitig inspirieren, oder bloß dreist Ideen voneinander klauen, sei dahin gestellt, fest steht: Diese Platte hat Eier!

Der nach purem Achtziger Jahre Thrash Metal dröhnende Eröffnungssong "Brain Wash" lässt keinen Zweifel daran, dass bei den seit über 20 Jahren agierenden LÄÄZ ROCKIT definitiv keine Verschleißerscheinungen fest zu stellen sind. Was eben noch angedeutet wurde, wird dem Hörer jetzt mit voller Wucht entgegen geknallt: Groove, Groove und noch mehr Groove.

Schwachpunkte auf der Platte ist einzig der künstlich klingende Sound, was schade ist, da mit einem transparenteren und natürlicheren Sound aus "Left For Dead" eine brachiale Dampfwalze hätte machen können. So klingt das Schlagzeug zum Beispiel bei genauerem Hinhören stellenweise fast wie aus der Konserve. Ein weiterer Kritikpunkt könnte die Stimme von Sänger Michael Coons sein, die hie und da etwas schwachbrüstig zu klingen scheint, was jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt.

FAZIT: Leute, die ihren Metal gerne mit Eiern hören und mit Bands wie DOWN, TESTAMENT, DIABLO und EXODUS etwas anfangen können, können sich ruhigen Gewissens "Left For Dead" von LÄÄZ ROCKIT zu legen. Einzige Kritikpunkte sind die teilweise plastikhafte Produktion und unter Umständen Michael Coons' Gesang.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.07.2008

Tracklist

  1. Brain Wash
  2. Delirium Void
  3. Erased
  4. My Euphoria
  5. Ghost In The Mirror
  6. Turmoil
  7. Liar
  8. Desolate Oasis
  9. No Man
  10. Outro

Besetzung

  • Bass

    Willy Lange

  • Gesang

    Michael Coons

  • Gitarre

    Aaron Jellum, Phil Kettner

  • Schlagzeug

    Sky Harris

Sonstiges

  • Label

    Massacre Records

  • Spieldauer

    49:30

  • Erscheinungsdatum

    25.07.2008

© Musikreviews.de