MYGRAIN verursachen weniger Kopfschmerzen als noch zu Debützeiten, sind aber immer noch weit davon entfernt, mit ihrem Mädchen-Death-Metal eine Revolution loszutreten, weil Andere bereits vor ihnen da waren.
Keyboardschwangerer Death Metal (der mit ursprünglichem Tod gar nichts gemein hat), zielt heuer auf in der Disse abhottende Hörer ab und erfreut sich im Dunstkreis von Metal Core (der mit der Mischung aus Metal und Hardcore auch kaum mehr etwas zu tun hat) noch relativ großer Beliebtheit. Mit Gruppen wie MYGRAIN, die sich gegenseitig allenfalls in Nuancen gegenseitig etwas nehmen (hier etwa ist die Gitarrenarbeit unspannender als bei Genre-Platzhirschen und das Keyboard fast schon Eurodance-cheesy), sollte sich auch hier bald Übersättigung eingestellt haben.
Wechselgesang clean-growl? - Klar doch, und massiv eingängig sind die meisten Songs noch dazu, alle schön heavy produziert und klinisch rein. Keinerlei Gefühlsregungen möchten sich beim Hören einstellen, da man an der Glätte dieser Musik schlicht abrutscht.
FAZIT: Für Popper im Metalkleid wahrscheinlich ein veritabler Kauf; der Rest hört weg und findet sonstwo tiefgreifendere Musik.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.02.2008
Jonas
Tommy
Resistor, Matthew
Eve
DJ Locomotive
Spinefarm/Soulfood
48:36
22.02.2008