Hier ist also Album Nummer zwei der österreichischen Cowboys, die 2007 ihr Debüt „Bastard Speed Country“ unter das Kuh-Volk brachten. In der Zwischenzeit hat sich das Quartett vorbildlich den Arsch abgetourt und sowohl Festival-Auftritte, als auch Einzel-Gigs absolviert.
Country für die amerikanische Landbevölkerung fabrizieren SLAM & HOWIE AND THE RESERVE aufgrund ihrer Texte immer noch nicht, und überhaupt sind die stilistischen Änderungen im Vergleich zum Vorgänger minimal ausgefallen. Musikalisch bewegt man sich gar nicht so weit entfernt vom „normalen“ Country. Vielleicht haben die vier Herren hin und wieder einen Hang zu schnelleren Rhythmen, doch letztlich sind es eher die Texte, welche konservative Kuhtreiber den Kopf schütteln lassen dürften. Dafür, dass bei SLAM & HOWIE anscheinend kein „native speaker“ am Mikrofon steht, klingt der Gesang ziemlich authentisch amerikanisch näselnd. Rocker genießen auch „Guilty“ mit Vorsicht, weil verzerrte Gitarren auch auf diesem Album keine Rolle spielen.
FAZIT: Für Country-Fans mag diese Spaßplatte einen Hördurchlauf wert sein. Sonderlich abwechslungsreich sind die 13 Nummern ansonsten nicht ausgefallen. Auffällig sind höchstens der angeblich russische Seemanschor bei „Uncle Sam And His Beloved Sputnik“ und die Coverversionen von „Blitzkrieg Bop“ (THE RAMONES) und „Story Of My Life“ (SOCIAL DISTORTION).
Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.10.2008
Django
Lt SLAM, Ringo
Lt Slam, Ringo
Howie
Ringo (Mandoline)
N-Gage Productions
43:48
24.10.2008