Gar nicht übel, was AGNOSTIC FRONT-Gitarren-Opa Vinny STIGMA mit seinem Solo-Projekt an den Start bringt. Der gebürtige Italiener und Urmitglied von AGNOSTIC FRONT hat mit „New York Blood“ sein erstes Solo Album vorgelegt, das er seiner Wahlheimatstadt gewidmet hat. Im Gegensatz zu seiner Hauptband hat STIGMA sich hier dem Gesang angenommen, den er auch passabel meistert.
Der Opener und Titelsong „NY Blood“ beginnt dann stark und lässt auf ein knackiges Punk-Rock-Album hoffen: eingängig, cooler Refrain und einprägsamer, eigenständiger Gesang. Leider hängt der Rest der Platte deutlich hinterher und bietet viel Durchschnittskost, die schnell langweilt. Gelegentlich reicht es zum Hit – wenn man aber den Schnitt herunterbricht, bleibt nur viel halbgare Masse übrig, auf die man sehr gut verzichten kann.
FAZIT: Grundsätzlich gut, aber leider zu oft mittelmäßig verliert „New York Blood“ recht schnell seinen Reiz. Trotz gesanglicher Topleistung schwächeln die Songs in punkto Songwriting doch sehr. Nur wenige echte Highlights mischen sich mit viel Standardkost und machen das Album somit kleiner als es sein müsste. Trümpfe hat STIGMA hier nur wenige ausgespielt. Hoffen wir, dass, wenn es einen Nachfolger von „New York Blood“ geben sollte, noch intensiver an den Tracks gearbeitet wird, denn hier wird viel Potential einfach verspielt. Dennoch herausragend auf dieser Platte sicher „NY Blood“ und „Hard Livin“. Der Rest glänzt mit Verzichtbarkeit.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.11.2008
Mike Gallo
Vinny Stigma
Josh Tilotta
Luke Rota
I Scream Records
39:50
19.09.2008