Zurück

Reviews

Suicidal Winds: Chaos Rising

Stil: Death Metal

Cover: Suicidal Winds: Chaos Rising

SUICIDAL WINDS haben alles, was eine kultbehaftete Schwedendeathband braucht: Frühneunziger-Gründung, Zusammenarbeiten mit zwielichtigen, farblosen Labels und politisch ebenso fragwürdigen bestialischen Spötterbands, augenzwinkernd querverweisende Songtitel und schließlich auch die passende Musik, der man die langjährige Erfahrung im Gegensatz zu unzähligen Emporkömmlingen anhört.

Weitere Koordinaten fixieren die Band noch fester am gewollten „Tod-Punkt“: ein Seagrave-mäßiges Cover und unerhebliches Intro, nach dem die Musiker mächtig ins Mett hauen. Dabei erweisen sie sich als beschlagene Instrumentalisten, die so weit wie möglich innerhalb der Glaubwürdigkeitsgrenzen ausloten, was im Genre üblich ist. Old School meint vor allem, eine einheitliche, morbide Stimmung zu bedienen, und das tun SUICIDAL WINDS, so dass ihre Songs wenig unterscheidbar miteinander verschmelzen und abzüglich unsäglicher Leerlaufzeit am Albumende eine gute halbe Stunde Tapete fürs tödliche Wohnzimmer abrollen.

Aufhorchen kann man bei kurzen Akustikeinschüben im melancholischen „Ballade of Death“; ansonsten gilt: “Born To Hate” (Late?).

FAZIT: Sucidal Winds dürften es trotz Lange-dabei-Faktor schwer haben, ihren Status zu einer Death-Metal-Institution auszubauen, denn zu bekannt sind ihre musikalischen Zutaten. Gleichwohl: die Supper versalzen tun sie nicht, so dass Genrefans zupacken können, und zwar blind. Die Abwechslung im Instrumentalspiel macht das Chaos letztlich zu einem leicht überdurchschnittlichen Release.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.02.2008

Tracklist

  1. Slowly We Frost
  2. World´s End
  3. Annihilation and Chaos
  4. Destruction Invocation
  5. Chaos Rising
  6. Ballade of Death
  7. Death To All
  8. Uninevitable Doom
  9. Freddy Flesheater
  10. Thanatophobia
  11. Born To Hate

Besetzung

  • Bass

    Fredrik Andersson

  • Gesang

    Mathias Johansson

  • Gitarre

    Peter Haglund, Emil Johansson

  • Schlagzeug

    Thomas Hedgren

Sonstiges

  • Label

    Pulverised

  • Spieldauer

    45:06

  • Erscheinungsdatum

    2008

© Musikreviews.de