2009 scheint dass Jahr der Auferstehung zu sein – unzählige Bands, die seit Jahren tot und begraben schienen, haben sich erneut aufgerafft, um die Welt mit neuem Stoff zu beköstigen. Im Falle von BRUTAL TRUTH hat es ganze zehn Jahre gedauert, ehe man sich zu einem neuen Tonträger hat aufraffen können.
Wer den Werdegang der Band von Anbeginn verfolgt hat, weiß um die sehr klare Entwicklung vom Death Metal zum reinen Grind hin, die deutlich wird, wenn man ein Album wie „Extreme Conditions Demand Extreme Responses“ mit zum Beispiel „Sounds Of The Animal Kingdom“ vergleicht. „Evolution Through Revolution“ knüpft direkt an die letzten Releases der Band an und hört sich kein bisschen alt an. Bedenkt man, dass die Herren inzwischen alle gut an die 40 heranreichen, kann man hier nur schmunzeln. Nichts verlernt haben BRUTAL TRUTH und schmettern uns hier 20 fette Grindtracks entgegen, die den Jungspunden der Szene zeigen, wie es geht.
Große Neuerungen im Vergleich zum letzten richtigen Album gibt es nicht wirklich. Die Band weiß genau, was sie am besten kann und würzt das unbändige Inferno mit schnellen, straighten Songs, die gern auch mal fricklig daherkommen was Struktur oder Riffing angeht. Geradlinig ist das Bild der Platte sicher nicht, denn oftmals wirken die Songs chaotisch aber genau das macht auch die Angelegenheit umso spannender. Gelegentliche Zwischenspiele, die eher nach Einfluss von Drogenkonsum klingen wie zum Beispiel das schräge „Semi-Automatic Carnation“ sind dann eine gelungene Abwechslung im Verlauf der Langrille und brechen durchaus gelungen das Gesamtbild etwas auf, um den Hörer dann wieder für die nächste harte Schelle empfänglich zu machen.
FAZIT: BRUTAL TRUTH legen hier ein gelungenes Comeback hin, ohne wirklich zu überraschen. Es gibt gut gemachte Grind-Hausmannskost, wie man sie von der Band erwartet. Die Jungs knüpfen genau dort an, wo sie vor zehn Jahren ihre Instrumente begraben haben und niemand sollte hier enttäuscht werden. Um ehrlich zu sein, hätte ich nach ganzen 10 Jahren sicher noch etwas mehr erwartet als soliden Standardgrind, aber vielleicht müssen sich die Jungs auch erst wieder warm spielen...
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.04.2009
Danny Lilker
Kevin Sharp
Erik Burke
Rich Hoak
Relapse
41:18
24.04.2009