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Burden Of Life: Ashes Of Existence

Stil: Melodic Death Metal

Cover: Burden Of Life: Ashes Of Existence

Diese deutsche Band kennt nur einen Einfluss: Children Of Bodom. BURDEN OF LIFE empfehlen sich allen, die den Finnen bereits nach den ersten beiden Scheiben die Freundschaft gekündigt haben.

Es ist lustig: selbst dort, wo die Band sich oberflächlich betrachtet aus einem der tausend Seen freischwimmen kann, klingt sie nach Norden: Die klaren Gesangspassagen könnte auch ein blondflaumiger Jüngling vom Polarkreis ersonnen haben, wie auch die Refrains von BURDEN OF LIFE einen feinen Sinn für Dauerhaftigkeit an den Tag legen. So geraten nahezu alle Stücke - selten in diesem Bereich ist dieser Umstand geworden - voneinander unterscheidbar, derweil sie trotzdem einem Ei enthüpft sind. Obacht jedoch, denn man kann weniger zu den Hymnen tanzen, als das der Kopf in vertikaler Richtung bewegt werden muss. Die rüpelhaften Shouts (deren Herkunft... ihr wisst schon) klingen nicht so affektiert wie bei Alexi heutzutage, und dessen ungepflegte Ausdrucksweise verkneift man sich glücklicherweise gänzlich. An den Solisten ist indes noch nicht vollkommen der Yngwie oder Jens Johansson (um willkürlich zwei Bodom-Vorbilder zu nennen) verlorengegangen, doch für eine hiesige Band legen die Melodiespender von BURDEN OF LIFE einen gehörigen Geschmack an den Tag.

Bei den "Jaws"-Soundtrack-Keyboardstrings im achten Track darf erneut ob des "Wer hat's erfunden" gegrinst werden. BURDEN OF LIFE bleiben trotz ihrer Existenz als Derivat sympathisch und bereits jetzt irgendwie anachronistisch: wer traut sich heuer überhaupt noch, die Urform dieses wahllos in alle Stil(-un-)richtungen ausgeuferten Sounds zu zocken. "Ashes Of Existence" versucht die Klischeeklippen in den vertrauten Gewässern erst gar nicht zu umschiffen und erreichen dadurch ein forsches Voranschreiten. Ihrer Butterfahrt beizuwohnen macht schlichtweg Spaß.

FAZIT: BURDEN OF LIFE sind eine Bodom-Tributband und allen zum Hören empfohlen, die völlig dem traditionellen Melodic Death verfallen sind und das Keyboard nicht scheuen, wenn es mehr als nur Rauschen produziert. Im Auge zu behaltene Band, falls ihre erwünschte Weiterentwicklung nicht in Synthie-Deathcore oder die kitschige Variante von Power Metal stattfindet.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.01.2009

Tracklist

  1. Defaced Deity
  2. Veracity
  3. Grey The Fire That Still Burns In Our Eyes
  4. Dynasty Without A Future
  5. I, My Demon, His Wrath
  6. Bleeding Forevermore
  7. Beloved Sanctuary
  8. Of Father And Son
  9. The Endless March
  10. Ashes Of Existence

Besetzung

  • Gesang

    Christian "Kötti" Kötterl

  • Gitarre

    Christian "Kötti" Kötterl, Michael "Schafi" Schafberger

  • Keys

    Tobias "Haimi" Haimerl

  • Schlagzeug

    Matthias "Babl" Babl

Sonstiges

  • Label

    Eigenproduktion

  • Spieldauer

    40:02

  • Erscheinungsdatum

    14.11.2008

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