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Rome: Flowers From Exile

Stil: Apocalyptic Folk

Cover: Rome: Flowers From Exile

ROME sind lange schon keine Unbekannten mehr im Sektor von Wave und Neo-Folk. Ihr 2007er Album Masse Mensch Material überzeugte durch niederschlagende, düstere Nachdenklichkeit und findet mit dem neuen Album einen gelungenen Nachfolger.

Von Selbstkopie kann man auf dem aktuellen Longplayer keineswegs sprechen. Die Band hat sich in eine andere Richtung entwickelt und konzentriert sich diesmal vordergründig auf den Einsatz von spanischen Gitarren, der dem Werk einen völlig anderen Grundton verleiht. Mag sein, dass mancher Fan nörgeln wird, denn die einzelnen Songs klingen schon allein durch diese Instrumentierung ganz anders. Wenn man andererseits das textliche Konzept der Platte, das sich mit Spnischen Widerstandskämpfern beschäftigt, ein wenig genauer betrachtet, macht diese musikalische Umsetzung aber durchaus Sinn.

Rein von Grundton und der Musik an sich hat sich andererseits nur wenig verändert auch wenn „Flowers From Exile“ trotz sehr weltfremden Grundtons bei Weitem nicht so negativ und erdrückend wirkt. Wenn man seine Erwartungshaltung ein wenig minimiert und die Band als wachsende Künstler betrachtet, kann man sicher mit dem neuen Silberling manch interessante Stunde erleben. Sicherlich gibt es auch viele Parallelen zu Bands aus diesem Sektor, aber ROME habe schon ihre eigene Note gefunden, die der Band klar zuzuordnen ist und die auf jedem Album in einem anderen Mäntelchen neu interpretiert wird.

FAZIT: Für Szenefans klares Muss und für Leute, die sich nur die Perlen der Stilrichtung herauspicken vielleicht auch noch reizvoll. Das Album besitzt viel Stimmung und überzeugt duch eine starke Mischung aus Negativität die der Entfremdung von der Welt ein neues, interessantes Bild verleiht. Nichts desto trotz wirkt die Platte stets nahbar auch wenn eine endgültige Synthese der Band mit dem Rest der Welt niemals vollzogen wird. „Flowers From Exile“ ist eine empfehlenswerte Platte, die sicher ihre Zeit benötigt, die aber nach etwas Reifezeit einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.07.2009

Tracklist

  1. To A Generation Of Destroyers
  2. The Accidents Of Gesture
  3. Odessa
  4. The Secret Sons Of Europe
  5. The Hollow Self
  6. A Legacy Of Unrest
  7. To Die Among Strangers
  8. A Culture Of Fragments
  9. We Who Fell In Love With The Sea
  10. Swords To Rust – Hearts To Dust
  11. Flowers From Exile
  12. Flight In Formation

Besetzung

  • Gesang

    Jerome Reuter

  • Sonstiges

    Jerome Reuter – Instruments, Patrick Damiani – Instrumente, Nikos Mavridis – Violine

Sonstiges

  • Label

    Trisol

  • Spieldauer

    43:51

  • Erscheinungsdatum

    26.06.2009

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