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Reviews

Steve Vai: Where The Wild Things Are

Stil: Fusion, Progressive Rock

Cover: Steve Vai: Where The Wild Things Are

"Crossroads - Pakt mit dem Teufel": Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, sollte dies baldmöglichst nachholen. Basierend auf den Legenden um den schwarzen Bluesmusiker ROBERT JOHNSON, der angeblich seine Seele dem Teufel verkauft haben soll, um ein berühmter Blueser zu werden, muss der junge weiße Protagonist im finalen Showdown, um seine eigene Seele zu retten, gegen des Teufels Gitarristen, überzeugend von STEVE VAI gespielt, antreten. Dies war wohl das bislang einzige Mal, dass Mr. Vai sich einem anderen Gitarristen geschlagen geben musste ;-))

Da Kollege Schiffmann kürzlich die gleichnamige Doppel-DVD besprochen hatte, reicht eine kurze Vorstellung dieser quasi eingedampften Version, die aber mit fast 78 Minuten diese CD bis zum "Rand" füllt, aus. Der 49-jährige Gitarren-Virtuose, der bei JOE SATRIANI und FRANK ZAPPA in die Lehre ging, zieht auf diesem Silberling wieder alle Register seiner unglaublichen Fingerfertigkeit und Kreativität. Die musikalische Bandbreite reicht von Klassik und spanischem Flamenco über Jazz-Rock hin zu "proggig" inspiriertem Hardrock. Die Songstrukturen sind teilweise komplex, an die legendären DIXIE DREGS erinnernd, teilweise auch melodiös, ja mit fast "mainstreamigem" Aufbau. Vom Gitarrenton und der Virtuosität erinnert STEVE VAIs Spiel an das von STEVE MORSE, DEEP PURPLEs Axtschwinger - leider aber ebenso an dessen frickelige Fummeleien, diese zuweilen völlig überzogenen Fingerübungen. Im Großen und Ganzen ist das Songmaterial und dessen Arrangements, vor allem die Interaktion mit den beiden Geigerinnen, herausragend. Kläglich scheitern lediglich die Gesangsversuche STEVE VAIs, wie bei "All About Eve". Hier hätte sich der Meister besser einen Sangeskundigen auf die Bühne des State Theatre's von Minneapolis geholt.

FAZIT: Natürlich ist "Where The Wild Things Are" in erster Linie ein Album für Gitarren-Freaks. Aber auch alle an gutem Jazz-Rock -jetzt so schön "Fusion" genannt- Interessierten können bedenkenlos zugreifen. Einen prall gefüllten Datenträger, der ein anspruchsvolles Hörvergnügen garantiert, hat STEVE VAI hier abgeliefert.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.10.2009

Tracklist

  1. Paint Me Your Face
  2. Now We Run
  3. Oooo
  4. Building The Church
  5. Tender Surrender
  6. Band Intros
  7. Fire Wall
  8. Freak Show Excess
  9. Die To Live
  10. All About Eve
  11. Gary 7
  12. Treasure Island
  13. Angel Food
  14. Taurus Bulba
  15. Par Brahm

Besetzung

  • Bass

    Bryan Beller

  • Gesang

    Steve Vai

  • Gitarre

    Steve Vai, Dave Weiner

  • Schlagzeug

    Jeremy Colson

  • Sonstiges

    Alex DePue, Ann Marie Calhoun (Strings), Dave Weiner (Sitar), Zack Weisinger (Lap Steel)

Sonstiges

  • Label

    Favored Nations

  • Spieldauer

    77:56

  • Erscheinungsdatum

    29.09.2009

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