AS I LAY DYING, THE BLACK DAHLIA MURDER, HATEBREED, KILLSWITCH ENGAGE, UNEARTH,… Die Liste amerikanischer Metalcore-Bands ist endlos lang. Doch warum sollte man über den großen Teich springen, wenn es jenseits des kleinen Kanals mindestens genauso hochwertige Vertreter gibt?
SYLOSIS aus Reading, Berkshire, gründeten sich schon im Jahre 2000 im Alter von jeweils 15 Jahren. Dass deren Debütalbum erst acht Jahre später veröffentlicht wurde, scheint aufgrund der Qualität des Materials nicht verwunderlich. Die jungen Briten kennen quasi auf jede musikalische Frage eine gesalzene Antwort: Pfeilschnelle Thrashattacken, die zu flink sind um darauf zu bangen, treffen auf tonnenschwere Doomgiganten, welche wie schwarzer Sirup daherkommen. Aggressive Shouts und Growls paaren sich mit elegischen Chören. Blitzartige, zweistimmige Sweep-Tapping-Passagen werden von den beiden Saitenhexern kurzerhand simultan gespielt.
Und derjenige, der die Jungs schon live sehen durfte, weiß, dass diese unglaubliche Energie nicht im Studio gemacht wurde, sondern von den Akteuren persönlich in die Musik geprügelt wird.
FAZIT: Musikalisch stets um Abwechslung bemüht, schaffen die fünf Briten zwölf auf ganzer Linie überzeugende Songs. Zwar erfinden sie dabei das Genre nicht neu, bringen es aber sehr nah an seine Perfektion.
Punkte: 13/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.07.2009
Carl Parnell
Jamie Graham
Josh Middleton, Alex Bailey
Robert David Collard
Nuclear Blast
59:09
24.10.2008