SYMPHONY CULT spielen modernen Rock mit bisweilen an Evanescence und Lacuna Coil erinnernden Arrangements - vor allem, was die vorhersehbare Laut-Leise-Dynamik betrifft. Meinte man es zu gut mit ihnen, könnte man sie in ihren verschlungenen Momenten mit Bands wie Tool vergleichen.
Dazu ist "Rewind To Fast Forward" allerdings zu oberflächlich. Die Songs versprühen Energie und vermitteln Emotionen - auf althergebrachte Weise von instrumentalen wie gesanglichen Klischees getragen. Die Scheibe funktioniert im Mainstream-Kontext so gut, weil man alles schon einmal gehört zu haben glaubt.
Auf der Habenseite verzeichnen SYMPHONY CULT handwerklich solide Performance sowie die kräftige Stimme Charlottes. Das ist schon einmal etwas, aber ohne zynisch zu klingen: abseits der Female-Fronted-Rock-Klientel wird dieses Album kaum jemanden interessieren.
FAZIT: SYMPHONY CULT klappen eher als Genreband (Frau kann auch rocken), weniger als allgemein für den aktuellen Rockbetrieb relevante Gruppe - natürlich können dies ohnehin nur wenige von sich behaupten, aber "Rewind To Fast Forward" animiert wirklich zum Vorwärtspulen, denn den Test der Zeit wird es nicht überstehen ... Zwischendurchmusik, die nichts fordert, nirgendwo hin will, wo nicht bereits jemand anders war.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.10.2009
Joel Minter
Charlotte Lubbock
John Lovell, Barney Cushman
Charlotte Lubbock
Jack Slade
Copro / Soulfood
50:51
29.10.2009