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Brain Drill: Quantum Catastrophe

Stil: Hyper Technical Death Metal

Cover: Brain Drill: Quantum Catastrophe

Nicht mehr alle Blubberblasen im Badeschaum haben diese vier durchgedrehten Kalifornier. Wer glaubt, dass im ultratechnischen Death Metal nach Bands wie ATHERETIC, PAVOR und NECROPHAGIST bereits alles gesagt ist, hatte bislang wohl nicht BRAIN DRILL auf seiner Rechnung. Jene Truppe wirft mit „Quantum Catastrophe“ nämlich zum zweiten Mal den mathematischen Hochgeschwindigkeitsfleischwolf an und liefert damit erneut ein Gegenargument zu dieser These.

Eingangs genannte Bands mag man eventuell heraushören, doch diese stellen nur einen Bruchteil dessen dar, was den Sound dieses Quartetts ausmacht. Vielleicht hat es noch etwas „NOCTURNUS in zwölffachem Tempo“ hier und Spitzengeschwindigkeiten in maximalcryptopsyesken und extremkataklysmischen Regionen dort, aber abgesehen von diesen Gemeinsamkeiten rühren sich BRAIN DRILL ihren ganz eigenen Eintopf zusammen. Instrumental gehen Überschall, Komplexität, Wahnsinn, Virtuosität und kompositorische Finesse Hand in Hand, so dass man eigentlich durchgehend und wackeldackelnd mit Maulsperre da sitzt, sich fragend, was zum Henker da eigentlich gerade passiert – und wie man so etwas länger als fünf Minuten am Stück performen kann, ohne dann tot umzukippen.

Etwas schade ist, dass Frontgrunzer Steve Rathjen dem musikalischen Extremniveau seiner Hintermannschaft nicht so ganz gerecht wird, denn neben 90% Growls und 10% Screams passiert im Vocalsektor nicht viel. Da hätte ich mir persönlich trotz seiner technischen Kompetenz in dem, was er tut, noch etwas mehr Abwechslung und Irrsinn gewünscht.

FAZIT: Wie in fast jeder hyperextremen Knüppelband sind auch bei BRAIN DRILL die Vocals der „Schwachpunkt“, und ebenso wird der Reiz des extremen Extremen – ähnlich wie bei NECROPHAGIST & Co auch – irgendwann verflogen sein, aber dennoch gehört „Quantum Catastrophe“ zweifellos in die Champions League der „over the top extreme metal bands“. Und das abschließende überlange, den Titeltrack bildende Bolz- und Wichsmassaker soll den Jungs erst mal jemand nachmachen...

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.05.2010

Tracklist

  1. Obliteration Untold
  2. Beyond Bludgeoned
  3. Awaiting Imminent Destruction
  4. Nemesis of Neglect
  5. Entity of Extinction
  6. Mercy to None
  7. Monumental Failure
  8. Quantum Catastrophe

Besetzung

  • Bass

    Ivan Munguia

  • Gesang

    Stetve Rathjen

  • Gitarre

    Dylan Ruskin

  • Schlagzeug

    Ron Casey

Sonstiges

  • Label

    Metal Blade

  • Spieldauer

    42:09

  • Erscheinungsdatum

    07.05.2010

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