Waren mir die letzten Grindgranaten der Finnen ROTTEN SOUND viel zu sehr das Gegenteil vom Bandnamen und entschieden zu poliert, geht das zum Trio geschrumpfte Blast-Kommando auf der aktuellen „Napalm“-EP einen ganz großen Schritt rückwärts Richtung Underground. Drei neue Songs ballern ordentlich zu Beginn der EP, Grindcore par excellence, technisch perfekt und manisch rasend, auch wenn ROTTEN SOUND wie immer und bekannt eng am Vorbild NASUM bleiben.
Sowohl Cover als auch EP-Titel kommen natürlich nicht von ungefähr und so schließen sich drei Coverversionen der besten Band der Welt - a.k.a. NAPALM DEATH - an, von deren Debüt „The Kill“ und „Suffer The Children“ und „Missing Link“ von der „Mentally Murdered“-EP. Interessanterweise kommen diese Songs wesentlich wilder und heftiger daher als das eigene neue Material von ROTTEN SOUND, was nochmal den Status NAPALM DEATH's in der Extrem-Musik-Szene unterstreicht.
FAZIT: Gut gemachte Grind-Scheibe, deutlich mehr Alte Schule als von ROTTEN SOUND gewohnt, die eigenen Songs in NASUM-Tradition, die Coverversionen mit ordentlich Schmackes. Als Zwischenspiel zum nächsten Longplayer durchaus zu gebrauchen.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.04.2010
Keijo Niinimaa
Mika Aalto
Sami Latva
Relapse Records
11:14
05.04.2010