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Slaves Under Machine Gods: Hightech Performing Deathmachine

Stil: Death Metal nach amerikanischer Machart

Cover: Slaves Under Machine Gods: Hightech Performing Deathmachine

Witzig, wenn der Layouter sich einen ganz gewieften Schriftfont aus dem Netz zieht und nicht weiß, dass die böse zackigen Lettern zum Logo der heilig gesprochenen Savatage gehören. Mit gottgleichem Powermetal haben SLAVES UNDER MACHINE GODS aber nichts am Hut, und auch ihr Death Metal verweist wenn überhaupt nach Florida, dann zu Deicide; viel deutlicher jedoch klingen die klassischen Bands mit dem -ation-Suffix an. "Hightech Performing Deathmachine" darf sich so zumindest semitechnisch im Sinne des Frühneunziger US-Death nennen.

Jochen Lehmann ist so etwas wie ein Veteran innerhalb dieser jungen Gruppe, da er sich jahrelang beim saarländischen Malevolent-Creation-Betkreis Beyond Serenity verdingt hat - und in diese Stilrichtung stoßen auch die SLAVES mit ihren vier durchweg gehobene Produktionsstandards erfüllenden Tracks. Core findet hier allenfalls optisch statt, aber statt Kickboxen veranstalten die Musiker einen wieselflinken Wettlauf gegen die Zeit, so atemlos, wie sie das Songquartett aneinanderstricken. Blast, Blast - Hurra ... Melodie- und Soloarmut herrscht zwar wie bei vielen relativen Frischlingen vor, doch im Falle dieser Gruppe gräbt man sich dadurch nicht das Wasser ab: eingängig ist vor allem der abschließende Track ob des bis zum Letzten wiederholten Bandnamens. Muss schließlich auch jeder verstehen, mit wem man es zu tun hat ...

Alles in allem gingen Viertelstunden mit Todesmetall in der Vergangenheit schon langweiliger vorüber; SLAVES UNDER MACHINE GODS empfehlen sich trotz Trendresistenz zum kräftigen Mitmischen im gegenwärtigen Wer-ist-am-brutalsten?-Wettbewerb unter den jungen Wilden. Es sei ihnen gegönnt - wie auch eine eigene Handschrift

FAZIT: Ohne Tricks und Mätzchen ballern sich SLAVES UNDER MACHINE GODS wahrscheinlich demnächst unter Label-Fittichen (selbst Metal Blade signt momentan leidlich originelle Bands, so lange sie extrem sind) im Fahrwasser von Suffocation und Konsorten ins Nirwana. Die Songs stimmen, das Spielvermögen ebenso. Fehlen nur noch das unverkennbare Gesicht und die Tiefgründigkeit, aber innerhalb der Stilistik ist das auch verdammt schwierig, wenn nicht gar unnötig - denn schließlich gilt es, die nicht schwindende Zahl Krachsüchtiger zu befriedigen.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.03.2010

Tracklist

  1. Specters
  2. Impartial
  3. Molten Human Skull
  4. SUMG

Besetzung

  • Bass

    Lutz Potempa

  • Gesang

    Oliver Stein

  • Gitarre

    Jochen Lehmann, Dominik Schmitz

  • Schlagzeug

    Jan Drumm

Sonstiges

  • Label

    Eigenvertrieb

  • Spieldauer

    16:05

  • Erscheinungsdatum

    23.03.2010

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