Das niederländische Quartett scheint wohl bereits recht erfolgreich unterwegs zu sein, wenn man dem Beipackzettel wirklich glauben darf. Sollte dem so sein, bestätigt sich mal wieder die These, dass man es dem Pöbel nur einfach genug machen muss, als Band gemocht zu werden – sowohl kompositorisch als auch stilistisch.
Was hier verheißungsvoll als „Dark Viking Metal“ etikettiert wird, ist nicht viel mehr als schunkelkompatibler AMON AMARTH-Wackenmetal, der mit etwas DISSECTION light, DARK FUNERAL Soft Edition und RUNEMAGICK comfort plus gepimpt wurde. Bloß niemanden überfordern. Und vor allem frisst der Bauer ja nur, was er kennt.
Daher: Schwupp, ein paar Melodiechen von der Stange, Riffs der Marke Standard, ebenso gewöhnliche Rhythmen und monotones Stimmwerk zwischen identitätslosem Black Metal-Graaah und ebenso austauschbarem Death Metal-Broooh. Das war es. Lediglich die majestätischen Klarstimmen verleihen SLECHTVALKs viertem Album noch ein mikroskopisch kleines Staubkorn an Individualität. Zu wenig, um den Karren noch aus dem Einheitssumpf zu zerren. Da hilft auch die gelegentliche Intervention von MÅNEGARMs Erik Grwasiö am Mikrofon nichts mehr.
FAZIT: Nichts gegen Standardware, doch wenn man diese so uninspiriert runterrödelt wie SLECHTVALK auf „A Forlorn Throne“, das zudem fatalerweise noch extrem nach vielen Mausklicks und -schubsern in Pro-Tools klingt, gilt meine Liebe einzig und allein der hintersten Ecke meines CD-Regals, in welcher diese knapp 62 Minuten Zeitverschwendung nun landen.
Punkte: 4/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 11.07.2010
Shamgar
Shamgar, Ohtar
Shamgar, Seraph, Ohtar
Premnath
Grimbold
Grimbold (Shofar)
Whirlwind Records
61:51
12.07.2010