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Slipknot: All Hope Is Gone

Stil: Alternative Metal/Nu-Metal

Cover: Slipknot: All Hope Is Gone

Vier Jahre liegen zwischen den zwei aktuellsten SLIPKNOT-Alben. Nachdem bereits das letzte („Vol.3: The Subliminal Verses“) hochgradig experimentell und sehr kontrastreich zu den ersten beiden Alben war, wurde das neueste Machwerk mit großer Spannung erwartet. Würde die Härte aus den ersten Scheiben zurückkehren oder doch die Experimentierfreude überwiegen? Wie sehr würde STONE SOUR, das Nebenprojekt von Corey Taylor und James Root, die Musik beeinflussen?

Zu Beginn von „Gemetria (The Killing Name)“ prasselt bereits ein Drum-Gewitter über den Hörer herein, was die Füße kaum stillhalten lässt. Sollten sich SLIPKNOT also wirklich wieder ihren Wurzeln hingeben? „Sulfur“ schreit das genaue Gegenteil: genauso intensiv, aber wesentlich weniger aggressiv und mit wesentlich mehr Klargesang.

„Dead Memories“ geht unter die Haut, könnte aber durchaus, neben anderen Liedern des Albums, auch vom Nebenprojekt STONE SOUR stammen. Generell weist das Album viel mehr Elemente aus den Bereichen Alternative Metal und Post Hardrock auf, als alle bisherigen Veröffentlichungen der Band. Die Spielfreude und der musikalische Anspruch wird besonders in „Gehenna“ deutlich, in welchem sich sowohl der Gesang als auch die Instrumente in einer Art Frage/Antwort-Spiel auf fast schizophrenem Niveau abwechseln.

„Snuff“, eine grandiose Ballade, die sich hinter „Vermillion Pt. II“ nicht verstecken muss, lässt nochmal durchatmen, bevor mit „All hope is gone“ noch mal alle Register im Bereich Härte und Schnelligkeit gezogen werden.

FAZIT: SLIPKNOT haben mit diesem Album eines der besten ihrer Karriere abgeliefert. Nicht unbedingt das härteste, aber doch das vielseitigste, anspruchsvollste und musikalisch durchdachteste. Wem also SLIPKNOT bisher zu hart oder zu einseitig war und STONE SOUR besser findet, sollte sich das Album ruhigen Gewissens anhören. Für Fans, die nichts gegen Weiterentwicklung haben, ist das Album definitiv Pflichtkauf.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.10.2010

Tracklist

  1. .execute.
  2. Gematria (The Killing Name)
  3. Sulfur
  4. Psychosocial
  5. Dead Memories
  6. Vendetta
  7. Butcher’s Hook
  8. Gehenna
  9. This Cold Black
  10. Wherein Lies Continue
  11. Snuff
  12. All Hope Is Gone

Besetzung

  • Bass

    Paul Dedrick Gray

  • Gesang

    Corey Taylor

  • Gitarre

    Mick Thomson, James Root

  • Schlagzeug

    Joey Jordison

  • Sonstiges

    Sid Wilson (DJ), Craig Jones (Sampling), Shawn Crahan, Chris Fehn (Percussion)

Sonstiges

  • Label

    Roadrunner Records

  • Spieldauer

    58:00

  • Erscheinungsdatum

    20.08.2008

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