Kaum zu glauben, dass die zwölf Jahre zurückliegenden Anfänge der Band, damals noch als Trio firmierend, im Fusion-/Blues Rock wurzelten. Doch nicht zuletzt auch aufgrund des Dranges nach Neuem und des Hinzukommens weiterer Musiker hat sich die Musik der Finnen enorm verändert, insbesondere stilistisch erweitert.
Anno 2010 ist das Gemisch, was SOLE REMEDY gemeinsam anrühren, groovy, progressiv, sanft und hart zugleich. So als hätten sich SOULFLY und PORCUPINE TREE, GODSEND und TEXTURES, FINGER ELEVEN und DAN SWANÖ, DEVIN TOWNSEND und TOTAL DEVASTATION, FEAR FACTORY und KATATONIA, jazzige PESTILENCE und ORPHANAGE, eine Melodic Rock- und eine Death Metal-Band, eine Gothic Metal- und eine Prog-Kapelle, eine Math- und eine Alternative-Truppe miteinander vereint.
Die fünf fügen das, wovon man glaubt, es passe nicht zueinander, gekonnt zusammen und erschaffen daraus ein Monster aus zehn anspruchsvollen Songs voller Kontraste, jenseits von Schema F, zwischen Traum und Wutausbruch, Seelenfrieden und Psychose, Spazierfahrt und Offroad-Racing, Individualität und Huldigung, Tanz und Mattenkreisen, Treibenlassen und Durchdiegegendspringen.
FAZIT: Dieses Debütalbum ist innovativ, originell, strotzt nur so vor aufregenden und guten Songs – was will man denn noch mehr? Eben, und genau deswegen haben sich SOLE REMEDY die zwölf Zähler für „Apoptosis“ redlich verdient.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.12.2010
Artturi Sipilä
Jukka Salovaara, Eetu Karioja
Jukka Salovaara, Mikko Laine
Eetu Karioja
Henry Silmonen
Aftermath Music
56:42
01.09.2010