Seit 1989 versorgen die Schweden SONIC SURF CITY nun schon den Musikmarkt, und mir stellt sich ernsthaft die Frage: Warum? Grundsätzlich ist das Unterfangen, melodischen Punk Rock mit BEACH BOYS-Surf'n'Roll zu kreuzen, etwas, was einem bei entsprechender Empfänglichkeit für solcherlei Sounds ein fettes Grinsen ins Antlitz zaubern kann und Stillsitzen unmöglich macht.
„Pororoca!“, der neueste Output der Skandinavier, könnte jedoch kaum gelangweilter, unergiebiger und uninspirierter vor sich hin rödeln. Die Hauptschuld liegt hierbei wohl bei Sänger Woodie Hermanson, der lustlos wirkend dahernäselt, was wohl cool oder relaxt rüberkommen soll, letztendlich aber komplett in die Hose geht. Im akustischen Gesamtbild macht die Band somit den Eindruck, als probe sie nur hobbymäßig alle paar Wochenenden mal ein wenig und hätte nicht mal dazu wirklich Bock.
Erstreckt sich die ganze Chose dann noch über sechzehn Songs, ist die Versuchung groß, das Abspielgerät entnervt gegen die nächstgelegene Wand zu schmettern. Aber was kann das arme Ding schon dafür? Das muss ja schon die ganze Zeit Speicherplatz für diese überflüssigen Sounddateien opfern. Moment, ich weiß da Abhilfe... Ordner markieren, löschen, bestätigen, fertig. Das ist manchmal eben der Vorteil bei nicht-physischen Promoexemplaren: Sie stauben nicht ein und rauben keinen Platz im Regal.
FAZIT: Erübrigt sich.
Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.11.2010
Hot Rod
Woodie Hermanson
Woodie Hermanson, Sweet Cheeks
Tee Tee
Hot Rod, Tee Tee, Sweet Cheeks (Backing Vocals)
Killer Cobra Records
36:27
19.11.2010