Das elfte Solo-Werk von STAN BUSH ist knietief in den 80ern verwurzelt. Geboten wird an JOURNEY, FOREIGNER und SURVIVOR erinnernder, perfekt gespielter, gesungener und produzierter Melodic Rock. Die meisten der zwölf Songs – inklusive des Remakes eines älteren Songs „(Sam´s Theme) The Touch“ – haben allerdings ein Problem: Man hat kurz vor dem Refrain das Gefühl: „Jetzt haut er richtig einen raus“. Aber dann fehlt doch der allerletzte Kick zum echten Übersong. Da mag auch der Unterschied zur eingangs erwähnten, deutlich erfolgreicheren Konkurrenz liegen. Aber das ist auf Basis eines einzelnen Albums natürlich nur Spekulation. Unabhängig davon kann man „Dream The Dream“ durchaus Spaß haben, denn bis auf die etwas dröge Ballade „In My Life“ bewegen sich sämtliche Songs etwa auf gleichem Niveau und eignen sich hervorragend zum Autofahren, Spülen oder einfach gute Laune haben. Als Anspieltipps seien die beiden flotten Opener „Never Hold Back“ und „I´m Still There“, „All That I Am“ sowie das Titelstück genannt, die dann sogar echte Hitqualitäten aufweisen.
Die üblichen aus dem Beziehungs-Phrasen-Baukasten zusammengesetzten Texte stören hier und da etwas, aber das gehört wohl einfach zum Genre dazu. Auch das grelle aber nichtssagende Cover geht wahrscheinlich noch schlimmer.
FAZIT: Wer auf sehr gut gemachten 80er Melodic Rock steht, dem lediglich ein paar Pünktchen zur Champions League fehlen, der kommt an „Dream The Dream“ nicht vorbei. Alle anderen warten auf die neue JOURNEY.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.08.2010
Matt Bissonette
Stan Bush
Holger Fath
Holger Fath
Matt Laug
Frontiers Records
51:11
27.08.2010