Zur Zeit schießen die Singer/Songwriter-Künstler ja wieder wie Pilze aus dem Boden. Einer dieser Pilze ist STEFAN SCHILL, ein junger Künstler aus den Niederlanden, welcher mit seinem lebendigen Debüt „Don't Say A Word“ ins Musikbiz platzt.
Man sollte bei Schill allerdings keine Musik der Marke „ein Mann, eine Akustikgitarre“ erwarten, denn damit hat das Gehörte reichlich wenig zu tun. Es wird deutlich mehr Pop-Appeal versprüht, und auch die stilistische Offenheit ist eines der Hauptmerkmale des Albums. Hat STEFAN SCHILL Bock auf Blues, spielt er den Blues. Soll's Southern Rock sein, dann soll's so sein. Soul? Funk? Rock? 70s? Auch da wird nicht lange herumgefackelt und nach dem Prinzip „einfach mahen“ gehandelt. Selbst vor Big Band-Musik im Small-Band-Gewand hat der Sänger und Gitarrist keine Scheu.
FAZIT: Abgesehen von der manchmal etwas pseudoamerikanisch-quäkigen Stimme, die allerdings nicht für gravierende Genusseinbußen sorgt, ist „Don't Say A Word“ ein rundes, abwechslungsreiches und frisches Tondokument mit viel Charme und Musikalität. Wenn die eingangs erwähnte stilistische Offenheit nun mit noch etwas mehr Individualität durchgezogen wird, wächst hier ein Musiker heran, von dem man in Zukunft noch einiges hören wird. Der Grundstein hierfür ist hiermit schon einmal gelegt.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 16.05.2010
Bas Nuiver
Stefan Schill
Stefan Schill
Bob Fridzema
Arie Verhaar
Provogue Records/Mascot
41:21
16.04.2010