Die Musik von SVARTSOT lässt sich zumindest zügig beschreiben: Eingängige und schunkelfähige Riffs kommen durchgehend zum Einsatz, dazu gibt’s Gesang a la Johan Hegg, vortragen in der (mutmaßlich) dänischen Landessprache. Außerdem dürfen Mitsing-kompatible Nordmänner-Chöre sowie die derzeit so beliebten Folk-Elemente nicht fehlen, die sich im Falle SVARTSOT aber neben etwas Akkordeon weitgehend im Einsatz einer einzelnen, sehr hohen und deswegen manchmal etwas enervierenden Flöte erschöpfen.
Dabei liest sich diese Beschreibung wahrscheinlich negativer als die Musik tatsächlich klingt. Denn nach einigen Durchläufen bleiben einige Songs durchaus im Ohr hängen. Allerdings hat man immer das Gefühl, insbesondere die folkigen Melodien schon häufiger andernorts gehört zu haben. Dazu kommt, dass die Songs mit fortschreitender Spieldauer immer ähnlicher klingen, da beispielsweise der Schunkelrhythmus kaum variiert wird. Auch in Hinblick Gesang und Flöte(n)-Einsatz macht sich über die Albumdistanz zunehmend Monotonie breit. Das hilft es auch wenig, dass das Ganze kompetent instrumentiert und – bis auf die Flöte – auch soundmäßig angemessen in Form gegossen wurde. Immerhin fällt keiner der 12 Songs wirklich negativ aus dem Rahmen, qualitativ besonders hervor sticht allerdings auch keiner.
FAZIT: SVARTSOTs zweites Album ist nicht mehr geworden als ein durchschnittliches Genre-Album. Aber auch nicht weniger. Den Fans von ENSIFERUM, ALESTORM oder FINNTROLL sei das Probehören empfohlen.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.03.2010
James Atkin
Thor Bagar
Chris J.S. Frederiksen, Cliff Nemanim
Danni Lyse Jelsgaard
Whistles, Akkordion, Mandolin – Hans-Jorgen Martinus Hansen
Napalm Records
50:39
26.03.2010