Man kann zu den aktuellen Alben von OVERKILL, SLAYER, TESTAMENT und EXODUS stehen wie man will, doch SWORN AMONGST haben ganz offensichtlich etwas, was einigen dieser und anderer etablierterr Bands mittlerweile – durch Routine etwa? - mächtig abgeht. Die Rede ist vom Hunger auf mehr, so wie genannte Bands ihn vor rund zwei Dekaden hatten. Bands, die anno 2009/2010 zwar nicht unbedingt schwache Alben herausbringen, dennoch eine gewisse Abgeklärtheit an den Tag legen.
Auf ihrem Drittling fahren die Briten ein primär von der härteren Bay Area Thrash-Riege inspiriertes Gemisch, doch es werden auch Erinnerungen an ACCU§ER zu „Repent“-Zeiten und PANTERA zur „Vulgar Display Of Power“- und „Far Beyond Driven“-Ära wach, und das liegt nicht nur daran, dass die Vocals von Liam Frank Liddell und Rob Ellwood in den tiefen Stellen an Frank Thoms und beim hysterischen Kreischen an Phil Anselmo erinnern. Sicherlich trägt auch der sehr brettige Sound sein Scherflein zu diesen Assoziationen bei. Spaß machen neben den schönen Hau-Ruck-Riffs, entsprechenden Beats und den geschickt eingestreuten Leads auch die oldschooligen Backingchöre.
FAZIT: Anstatt verkrampft Einzigartigkeit anzupeilen, zocken SWORN AMONGST lieber unbeirrt, kompetent und vor allem mit viel Enthusiasmus und Pfeffer im Arsch ihren harschen Thrash-Stiefel. Und der batscht vorzüglich.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 08.02.2010
Rob Ellwood
Liam Frank Liddell, Rob Ellwood
Liam Frank Liddell, Jonny Barker
Jonny Harper
Rising Records
43:37
15.02.2010