Die Polen BLOODWRITTEN legen mit „Thrashin' Fury“ ihren dritten Longplayer in ihrer 13-jährigen Existenz vor und hätten - um es kurz zu machen - keinen besseren Titel wählen können.
Thrashmetalbands gibt es nun wie Sand am Meer und in ungefähr so vielen Spielarten wie krebsrot verbrannte Touristen im Doppel-Ripp-Unterhemd auf demselben. Apropos Doppel-Ripp-Unterhemden. Die sind ja etwas aus der Mode gekommen und werden nur noch von einer bestimmten Old-School-Klientel getragen, womit wir elegant wieder bei BLOODWRITTEN wären, die auch hauptsächlich vielen Fans der teutonischen Thrash-Blase alter Schule gefallen dürften. Alte KREATOR sind den Polen sicher keine Unbekannten, gerade der Gesang vom selbsternannten Bastard klingt nach einer Mischung aus rohem Mille Petrozza und unverbrauchtem James Hetfield, dreckig und straight ins Gesicht, während die Gitarren auch mal bei SLAYER und METALLICA zu „Kill Them All“-Zeiten wildern oder leicht angeschwärzt durch die Tiefen der polnischen Wälder holzen.
„Gähn“, mag an dieser Stelle der eine oder andere denken, aber weit gefehlt. BLOODWRITTEN zeichnen sich durch eine immense Spielfreude aus, haben einen ganzen Sack voller guter Nackenbrecher-Riffs parat und das Ganze in einem dreckigen, aber druckvollen Sound konserviert. Was soll ich sagen: Sehr gutes Thrash-Metal Album.
FAZIT: Innovation? Nö, aber Old-School Thrash mit ordentlich Feuer im Arsch und weit vorne dabei. Noch so ein Album, das ganz einfach Spaß macht.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 31.01.2011
Marrath
Bastard
Thanatos, Necrohypnos
Matt
Witching Hour Productions
40:52
01.11.2010