War das 2005er Drittwerk noch ein beeindruckend bedrückendes, todtrauriges, zappendüsteres Stück Funeral Doom, so mss man sich bezüglich „Immemorial“ verwundert die Ohren schubbern, denn anno 2011 hören sich die brasilianischen MYTHOLOGICAL COLD TOWERS an, als seien sie eine von vielen finnischen Fließband-Trauerkloß-Bands, die mit profanem Depri-Riffing, Krümelmonstergegrunze und kitschigen Allerwelts-Gothic-Metal-Melodien den finstermetallischen Markt überfluten.
Bereits die ersten beiden Songs „Lost Path To Ma-Noa“ und „Akakor“ scheinen der selben Klonfabrik entsprungen zu sein, denn das „schrumm-schrumm-taaaa“-Geriffe ähnelt sich dermaßen, dass man glaubt, man hätte aus Versehen die Repeat-Taste seines Players betätigt. Die Hoffnung, mit „Enter The Halls...“ käme entlich etwas Variation ins Spiel, wird recht schnell zerschlagen, denn mit diesen zwei Songtypen scheinen die Südamerikaner ihr kreatives Limit bereits erreicht zu haben.
FAZIT: Hört euch lieber MY DYING BRIDE, TRISTITIA, PANTHEIST oder FOREST OF SHADOWS an, denn da findet ihr songschreiberische Klasse, intensive Gefühle und vor allem auch Abwechslung. Alles zusammen. Im Kombipaket.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.11.2011
Samej
Shammash, Marcelo Nechron
Hamon
Cyclone Empire
43:12
14.10.2011