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Rotor: Festsaal Kreuzberg

Stil: Instrumental Rock

Cover: Rotor: Festsaal Kreuzberg

Dieser Mitschnitt hat bereits zwei Jahre auf dem Buckel und stellt die deutschen Instrumental-Rocker ROTOR in ein anheimelndes Licht vor entsprechender Kulisse: Kreuzberger Nächte sind lang …

"Festsaal Kreuzberg" eignet sich bestens, um das Oeuvre der Exzentriker kennenzulernen. Da wären beispielsweise das kantige "Drehmoment" von "4", die leicht psychedelische Bass-Gitarren-Verzahnung "Hart am Wind" von "3" sowie der Titelsong des entsprechenden Albums, bei dem die Einflüsse der Gruppe - MELVINS in gut oder THE OBSESSED in welch fabelhafter Form auch immer - deutlich zur Geltung kommen.

"Karacho/Heizer" von bislang letzten vierten Album der Band sollten sich alle Menschen anhören, die noch nicht auf diese echte Marke in Deutschland und darüber hinaus aufmerksam geworden sind - eine echte Pentatonik-Abfahrt mit Spielfreude bis zum Gehtnichtmehr. "Transporter" schlägt wieder bedächtigere Töne an, wobei die gekonnte Inszenierung des Aufnahme- und Nachbearbeitungs-Dreigespanns Marco Naumann, Charly Paschen und Willi Dammeier auffällt.

Vor allem die herzlichen Bluesbezüge - augenscheinlich auch in "Klar Schiff" und selbst dem lärmigen "Derwisch" - gefallen im Kontext einer Musik, die schnell formelhaft und kühl mechanisch klingen kann, wenn Gesang fehlt, doch ROTOR sind schlicht zu leidenschaftlich bei der Sache, um solchen Fehlern aufzusitzen. Das auf zehn Minuten ausgebreitete "Die weiße Angst" gibt Brief und Siegel darauf.

FAZIT: "Festsaal Kreuzberg" lässt an einem Heimspiel ROTORs teilnehmen und wirbt auch international für das Gespann. Zwischen Stoner und dessen Weiterführung ins verhalten Progressive, wie es KARMA TO BURN vorgemacht haben, ist eine Menge Platz, um sich mit diesen Jungs heimisch zu fühlen.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.11.2011

Tracklist

  1. Drehmoment
  2. Hart Am Wind
  3. An3R4
  4. Karacho/Heizer
  5. Transporter
  6. Klar Schiff
  7. Derwisch
  8. Die weiße Angst

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Elektrohasch / Sonic Rendezvous

  • Spieldauer

    45:16

  • Erscheinungsdatum

    28.10.2011

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