Zwar existiert das Sextett aus Little Rock, Arkansas bereits seit 1996, doch nach zehn Eigenveröffentlichungen, Splits, Compilationbeiträgen und Demos kamen RWAKE erst mit dem 2007er Relapse-Debüt „Voices Of Omens“ aus dem Albumquark.
An den musikalischen Zutaten hat sich mit dem neuen, vier Jahre später erschienenen Zweitling „Rest“ nicht viel geändert. Noch immer bastelt das halbe Musikerdutzend teils überlange Songs, die auf verschachtelt-komplexe Art und Weise Doom, Sludge, Black Metal, NEUROSIS-Leiden und manch andere düsterlaute Ingredienz miteinander vereinen. Grundsätzlich haben RWAKE dies sehr gut gemeistert, doch aus welchem Grund auch immer mag sich auf „Rest“ nicht die Intensität und die zwingende Beklemmnis entfalten, die einem auf „Voices Of Omens“ noch die Luft aus den Lungen gepresst hat. Oftmals, wie beispielsweise in „An Invisible Thread“, tendiert der ein oder andere Part gar gen Belanglosigkeit.
FAZIT: Das Monster macht eine Pause – the beast takes a „Rest“. Es soll mir aber das Fleisch von den Gebeinen reißen. Wieso tut es das nicht? Wer hat es gezähmt?
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.11.2011
John Judkins
C. T.
Gravy, Kiffin
B.
Jeff Morgan
B. (Samples)
Relapse Records
54:16
27.09.2011