SOUL SELLER stammen aus Italien und existieren bereits seit 1999. In der Zwischenzeit veröffentlichte die Band ein Album („Underground Freedom“ – 2000) und mehrere Demos in Eigenregie, bevor sie jetzt ihr offizielles Debüt einspielen konnten.
Nach diversen stilistischen Schlenkern im Laufe der Bandgeschichte sind die Herren letztlich bei melodischem 80er-Hardrock gelandet, der zwar Parallelen zu Genregrößen wie JOURNEY, FOREIGNER oder auch BON JOVI aufweist, aber auch durchaus über eine eigene Note verfügt. In Punkto Abwechslung wird vom knackigen Stampfer („Rock Still Stands“) über Keyboard-lastigen Stadion-Bombast („Change Your Heart“) bis zur Feuerzeug-Ballade („Hell Of Tears“) alles abgedeckt, was das Genre so hergibt. Obwohl songwriterisch zur 1. Liga noch ein gutes Stück fehlt, kommen alle Songs ohne Ausfälle ins Ziel, sodass man das Album problemlos am Stück konsumieren kann. Spiel- und Soundtechnisch gibt „Back To Life” keinen Anlass zur Kritik. Was etwas stört sind die bei manchen Stücken arg platten und abgenutzten Huldigungen an die Liebste(n) wie z.B. in „All I Can Promise“, das zudem noch mit einer etwas holprigen Bridge negativ auffällt. Davon abgesehen ist das Bridge-Riff von „Keep On Moving“, das von Oliver Hartmann (ex-AT VANCE, AVANTASIA) eingesungen wurde, etwas arg offensichtlich bei ACCEPT geliehen.
FAZTI: Die Melodic-Rock-Szene auf den Kopf stellen wird „Back To Life“ mit Sicherheit nicht. Aber ein solides Album ist das Debüt von SOUL SELLER dennoch geworden. Zwar ist in mancherlei Hinsicht noch Luft nach oben, aber man hört der Band auf jeden Fall den Spaß an der eigenen Musik an, was angesichts so manch anderen Plastik-Produkten auch etwas wert ist.
Punkte: 8/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.10.2011
Steve Bucci
Michael Carrata
Dave Zublena, Cris Audisio
Mike Zublena
Daniel Flores
Avenue of Allies
56:49
21.10.2011