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Speed Limit: Unchained / Prophecy

Stil: Heavy Metal

Cover: Speed Limit: Unchained / Prophecy

„Bevor die Band 1992 mit ihren dritten Album Richtung Rock-Publikum zielte, waren die beiden Frühwerke noch lupenreiner Heavy Metal und mit das Beste, was die österreichische Metal-Szene in den 80ern zu bieten hatte.“ So steht’s im Infoblättchen zur neuesten Veröffentlichung von SPEED LIMIT. Man könnte jetzt böse sein und angesichts des Songmaterials auf „Unchained/Prophecy“ sagen, dass man jetzt eine Vorstellung davon hat, warum die österreichische Metalszene niemals so richtig groß war, wenn das hier das Beste war, was unsere geschätzten Nachbarn zu bieten hatten. Wenn man denn böse sein wollte.

Bei besagtem „Unchained/Prophecy“ handelt es sich nämlich um die beiden SPEED-LIMIT-Erstwerke aus den Jahren 1986 und 1988, die jetzt in remasterter Version neu veröffentlich werden. Und, machen wir uns nichts vor, nach 25 Jahren hilft dem biederen 80er-Jahre-Metal auch kein Remastern mehr. Im besten Fall kann man noch von unverfälschtem Charme sprechen, der die 15 Songs auszeichnet. Wer der Meinung ist, dass Heavy Metal mit Ablauf der 80er Jahre aufgehört hat zu existieren, der wird vermutlich begeistert aufjuchzen, dass er jetzt ein authentisches Zeitdokument erstehen kann. Alle anderen, die noch ein Stückchen im Hier und Jetzt leben, sollten lieber vorher reinhören, um zu checken, ob der altbackene Metal melodischer Ausprägung gefällt.

FAZIT: Der eine oder andere starke Song findet sich hier zweifelsohne, doch ob das reichen kann, den geneigten Fan davon zu überzeugen, sein hart verdientes Geld zu investieren, darf doch bezweifelt werden.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.11.2011

Tracklist

  1. Unchained / Into the Future
  2. Burning Steel
  3. Slave of Desire
  4. Marriage in Hell
  5. (No) Speed Limit
  6. Fight to Survive
  7. Wings of Steel
  8. Toybombs
  9. Vanishing Angel
  10. The Prophecy / Dead Eyes
  11. Lady
  12. 1000 Girls
  13. Running out of time
  14. No Lies
  15. My Bonnie

Besetzung

  • Bass

    Chris Pawlak

  • Gesang

    Sven Hogger

  • Gitarre

    Joe Eder, Chris Angerer

  • Schlagzeug

    Wolf Krug

Sonstiges

  • Label

    Karthago Records

  • Spieldauer

    63:42

  • Erscheinungsdatum

    14.10.2011

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