Auf die höllischen Kopfschüttler ist im Moment aber Verlass. Nach der großartigen VLADIMIRS-Scheibe und der vom Kollegen Schulz abgefeierten MIDNIGHT, veröffentlichen sie auch noch SPEEDWOLF. Nie gehört? Kein Wunder, das Quartett aus Denver ist auch erst seit 2008 aktiv und „Ride With Death“ ist seine Debüt-LP.
Debüt-Scheiben sind nun entweder auf Nummer sicher und zurückhaltend gespielt, oder aber vollkommen entfesselt und auf 100 Oktan getrimmt. Glücklicherweise haben wir es bei SPEEDWOLF mit Variante 2 zu tun, völlig ungestüm und ohne Rücksicht auf Verluste brettern sich die vier durch 12 klassische Metal-Perlen, die als Basis MOTÖRHEAD anno 1980 haben, diese aber auf Hochgeschwindigkeit pushen und mit einem fetten Tritt in den Allerwertesten vortragen. Zu dem höchst unterhaltsamen Gebolze mischt sich noch eine Prise NWoBHM, ordentlich Punk-Attitüde und ein schnodderiger Sänger, der sicher öfters mit Lemmy um den Block zieht und morgens betrunken im Gebüsch aufwacht.
Selbst über Langspielzeit wird eigentlich nie der Fuß vom Gas genommen, ein kultiges Achtziger-Gitarrenriff jagt das nächste, jede Pore atmet Schweiß, Blut und Heavy Metal. Also, Lederstiefel raus, ab auf die Karre und mit 180 km/h über die Piste. Bis zum bitteren Ende. Ist das geil!
FAZIT: Wäre Lemmy Biker und nicht Panzerfahrer, wäre SPEEDWOLF wohl seine Kapelle. Hier reiht sich für den Freund achtziger Metals Hit an Hit. Was für ein gottverdammter Arschtritt.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 08.11.2011
Jake Kauffman
Reed Bruemmer
Kris Wells
Richie Tice
Hells Headbangers
41:43
08.11.2011