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Sylosis: Edge Of The Earth

Stil: Metalcore / Melodeath

Cover: Sylosis: Edge Of The Earth

Mit ihrem Debüt „Conclusion Of An Age“ aus dem Jahr 2008 mischten SYLOSIS die Metalwelt ordentlich auf, denn so viel Energie, wie auf jenem Album zu hören ist, ist in Zeiten von sterilen Produktionen und technischer Überreizung schon etwas Besonderes. Das wurde selbstverständlich auch mit ausgedehnten Touren unter anderem mit AS I LAY DYING, DRAGONFORCE und THE BLACK DAHLIA MURDER belohnt – und vor keinem von denen brauchten sie sich zu verstecken.
Knapp drei Jahre später kommt endlich der Nachfolger, „Edge Of The Earth“, auf dem nun nicht mehr Jamie Graham als Vokalist zu hören ist, sondern Gitarrist Josh Middleton.

Wie auch schon beim Vorgänger herrscht auf dem neuen Silberling der Briten eine düstere Stimmung und es wird sofort losgeknüppelt.
Auffallend ist, dass die stimmliche Bandbreite des neuen Sängers eher einseitig ist; so wird nur noch (wenn auch sehr gut) rau ins Mikro gebrüllt - die choralen Passagen, die „Conclusion Of An Age“ ausgemacht haben, sind also passé.
Auch weiterhin wirkt „Edge Of The Earth“ viel roher als sein Vorgänger. Zwar sind die Bemühungen ein progressiveres Album zu schreiben, indem Melodien innerhalb mehrerer Songs wieder aufgegriffen werden, deutlich zu hören, dennoch scheint es noch lange nicht an die Raffinesse von „Conclusion Of An Age“ heranzureichen. Zu monoton die Vocals, zu wenig Wiedererkennungswert der einzelnen Songs. Trotzdem fehlt es dem Album weder an fetten, stampfenden Riffs, noch an schnellen Maschinengewehrparts oder ruhigeren, atmosphärischen Momenten. Und natürlich sind die instrumentalen Fähigkeiten der beiden Gitarristen immer noch unglaublich. So spielt Josh Middleton beispielsweise die Leitmelodie von „Empyreal“ auf „Empyreal (Part 2)“ mit gesteigertem Tempo und Cleansound ein.

FAZIT: „Edge Of The Earth“ ist als großes Ganzes gesehen wirklich eine intensive Reise an den Rand der Welt, nach dem überaus starken Debüt „Conclusion Of An Age“ allerdings eine ganz leichte Enttäuschung. Musikalisch gesehen könnte der Rauswurf vom ehemaligen Vokalisten Jamie Graham der Grund dafür sein. Dennoch ist „Edge Of The Earth“ ein sehr gutes Album und gibt einen guten Beweis dafür, dass Metal à la THE BLACK DAHLIA MURDER u.ä. nicht aus den Staaten kommen muss um geil zu sein.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.03.2011

Tracklist

  1. Procession
  2. Sands Of Time
  3. Empyreal
  4. Empyreal (Part 2)
  5. A Serpents Tongue
  6. Awakening
  7. Kingdom Of Solitude
  8. Where The Sky Ends
  9. Dystopia
  10. Apparitions
  11. Altered States Of Consciousness
  12. Beyond The Resurrected
  13. Eclipsed
  14. From The Edge Of The Earth

Besetzung

  • Bass

    Carl Parnell

  • Gesang

    Josh Middleton

  • Gitarre

    Alex Bailey, Josh Middleton

  • Schlagzeug

    Rob Callard

Sonstiges

  • Label

    Nuclear Blast

  • Spieldauer

    72:50

  • Erscheinungsdatum

    11.03.2011

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