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Reviews

Blindstone: Greetings From The Karma Factory

Stil: Blues-Rock mit hohem Erinnerungswert

Cover: Blindstone: Greetings From The Karma Factory

Wenn das nicht rockt, was uns hier die Dänen zu bieten haben, dann weiß ich auch nicht, was sonst so rocken soll!

Auf ihrem nunmehr vierten Longplayer bieten BLINDSTONE eine knochentrockene Melange aus Blues und Rock, die ihre Vorbilder besonders in den 70er Jahren geerdet hat. Gitarrenriffs, die sich gerne im Umfeld eines JIMI HENDRIX austoben oder die ein RITCHIE BLACKMORE, noch vor seiner mittelalterlich-langweiligen NIGHT-Phase, bei RAINBOW zum Besten gab, sind die musikalischen Markenzeichen auf „Greetings From The Karma Factory“. Und wie selbstverständlich jagt bis zum Umfallen in den ersten zehn Titeln ein Gitarren-Riff den nächsten, ohne Rücksicht auf Trommelfell-Verluste.

Dazu stimmt MARTIN J. ANDERSEN seinen rauh-aggressiven oder glasklaren Gesang an, der auch vor dem einen oder anderen hochtönenden Schrei nicht haltmacht, währenddessen ein grummelnder Bass die Songs mal grundiert oder vor sich hertreibt und das Schlagzeug ohne große Sondereinlagen rhythmisch ein angenehmer, sich nie in den Vordergrund spielender Begleiter bleibt.

Mit „What Your Lovin' Can Do“ fehlt natürlich auch die obligatorische Ballade nicht, in der auf beeindruckende Weise sich die E-Gitarre und der Gesang in einem Duett vereinen, das durch diese Kombinationen einen zusätzlichen Reiz erhält und Erinnerungen an GARY MOORE wach werden lässt.

Eine wunderbare Überraschung hält der abschließende Zehnminüter „Ocean Of Time“ bereit, der besonders dem psychedelischen Rock huldigt und sogar einige Bezüge zu LED ZEPPELIN aufweist. Gespenstische Stimm-Collagen und schwebende Gitarren inklusive. Für mich der absolute Höhepunkt und gelungene Abschluss dieses bis dahin vordergründig blues- & hard-rockenden Albums.

FAZIT: Ein GARY MOORE oder JIMI HENDRIX würde die Dänen bestimmt mögen, auch wenn die beiden Gitarren-Götter längst ihre letzte Reise Richtung Himmel angetreten haben. Ihre Musik-Seelen aber leben in BLINDSTONE auf jeden Fall weiter.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 18.05.2012

Tracklist

  1. Rock Your Mojo
  2. Struck Down By The Blues
  3. Free
  4. Catch Me If You Can
  5. Karma
  6. What Your Lovin' Can Do
  7. In The Groove Of Things
  8. Once More
  9. Life Starts Over
  10. Trying
  11. Ocean Of Time

Besetzung

  • Bass

    Jesper Bunk

  • Gesang

    Martin J. Andersen

  • Gitarre

    Martin J. Andersen

  • Schlagzeug

    Anders Hvidtfeldt

Sonstiges

  • Label

    Grooveyard Records / Just For Kicks

  • Spieldauer

    57:23

  • Erscheinungsdatum

    04.05.2012

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