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Boon: The Essence Of Everything

Stil: Heavy Rock

Cover: Boon: The Essence Of Everything

Hat man sich erst einmal durch den Bandinfo-Roman gekämpft, wie toll die Österreicher BOON seien, mit wem sie bereits die Bühne geteilt haben und dass sie sowieso die vielste Band überhaupt sind, schraubt man seine Erwartungen logischerweise recht weit nach oben. Wenn man dann. noch liest, dass das Album „for fans of METALLICA, FOOLS FIGHTERS, VOLBEAT, AC/DC, BLACK STONE CHERRY, PANTERA, DOWN, SHINEDOWN, BON JOVI, HOT WATER MUSIC, A DAY TO REMEMBER und viele mehr“ sei, dann muss der Elftracker doch eigentlich der absolute, ungemein vielseitige Brecher sein.

Doch die rechte Augenbraue des Herrn P., die sich ob der unterschwellig vorhandenen Skepsis immer wieder hob und somit das Bild einer haarigen Raupe beim Aerobic vermittelte, sollte Recht behalten, denn hört man sich das Album mehrmals intensiv an und nimmt die extensiven Lobpreisungen als Messlatte, so muss man sich fragen: Wie größenwahnsinnig kann man eigentlich sein? Denn BOON erreichen selbst mit den heuer nicht mehr so prickelnden der genannten Bands als Maßstab kaum deren Qualität, stattdessen dümpelt ein recht profaner, gesichtsloser Mix aus Hard Rock, etwas Heavy Metal, Alternative Rock, Punk Rock, moderner Härte und Pop durch die Speaker.

Doch damit nicht genug: Die Songs zerbersten vor Stereotypen, der Sound ist klinisch und flach, Sänger Wolfgang Pendl versucht mit seinem gepressten Gesang die coole Sau raushängen zu lassen und scheitert an diesem Anspruch grandios, und so regiert vor allem eines: Gähnende Langeweile.

FAZIT: Wenn dieser Longplayer, wie es der Albumtitel suggeriert, die Essenz von allem sein soll, wozu die Band fähig ist, dann sind die vorliegenden Songs eine wahrlich dünne Ausbeute.

Punkte: 7/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.10.2012

Tracklist

  1. Give It A Go
  2. We All Breathe As One
  3. Wash It Clean
  4. Minutes
  5. Sweet Times
  6. Addicted To Rock
  7. Gold And Grief
  8. Because Time
  9. Falling
  10. Don't Go Away
  11. What I Am Living For

Besetzung

  • Bass

    Max Gönye

  • Gesang

    Wolfgang Pendl

  • Gitarre

    Thomas Panzenböck, Wolfgang Pendl

  • Schlagzeug

    Manuel Kaufmann

Sonstiges

  • Label

    LoveLoversRec

  • Spieldauer

    40:10

  • Erscheinungsdatum

    19.10.2012

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