Das reichlich tätowierte, 2011 gegründete Quintett aus Hamburg, gefrontet von einem bulligen Sänger, lässt schon anhand der Posen und des Outfits erahnen, was sich auf dem Debüt „Invictus“ ereignen wird, nämlich Bollo-Kost mit Auffe-Nuss-Faktor zehn.
Gelegentlich metallisch angehaucht, bekommt der Hörer zwölf Songs um die Ohren gehauen, die in bester Früh- und Mittneunziger PRO-PAIN-, RYKER'S- und BIOHAZARD-Manier durch die Gegend kloppen, prügeln und vor allem grooven. Simple Riffs, wütendes, brummbäriges Gebrüll, hier und dort Soli, dann wieder hochgeschwindes Gehackte - viel mehr brauchen die BROTHERS IN ARMS nicht, um den Violent Dancer zufrieden zu stellen. Hin und wieder hauen die Buben allerdings auch mal punkigere Hardcore-Parts raus, wie sie CEREMONY beispielsweise auf „Still Nothing Moves You“ gerne verwendet haben
In genanntem Jahrzehnt schossen die Bands dieses Genres wie Pilze aus dem Boden und man war froh, dass die Welle irgendwann wieder abebbte, aber anno 2012 ist es fast schon wieder cool, diesen urigen „Wennze wat sachs', kriegse von mich was inne Futterluke, also mach besser 'n Abfluch!“-Sound zu hören, da die Hanseaten ihr Ding tadellos darbieten und ein Dutzend nachvollziehbare, livetaugliche Songs eingeklopft haben.
FAZIT: Altbacken, aber richtig gut. So wie Omis Suppe.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.12.2012
Michael Sober
Andrew Boswell
Alexander Bockelmann, Roman Krauser
Tim Walter
SwellCreek Records
36:20
07.12.2012