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Brutal Unrest: Nemesis

Stil: Death Metal

Cover: Brutal Unrest: Nemesis

Tod und Verderben, Schändungen, Entweihungen, Ketzerei und Hass: schon die Songnamen versprechen einen bunten Strauß aus guter Laune und Fröhlichkeit. Dazu noch ein verheißungsvoll böses Cover und schon ist man perfekt eingestimmt auf „Nemesis“, das zweite Album in voller Länge der Düsseldorfer Todesmetaller BRUTAL UNREST. Und sind wir ehrlich: Texte über Gänseblümchen oder Regenbogen wären doch auch irgendwie unpassend.

Hat mich das Intro noch etwas zu kalt gelassen, startet „Heretic Revenge“ umso stärker durch. Die Blasts und Bassdrum-Gewitter finden sich, wenn auch abgewandelt, im gesamten Album wieder (und das völlig zu Recht). Schließlich sind diese, wie auch die sägenden Riffings, altbewährte Instrumente. Kurz darauf nimmt das instrumentale „Desiderium Mortis“ zunächst etwas die Geschwindigkeit raus, bevor mit „Existence In Obscurity“ ein einwandfreier Mix aus unterschiedlichen Tempi über den Hörer rollt. Das namensgebende „Nemesis“ wird mit einem Ausschnitt aus „Snatch- Schweine und Diamanten“ eingeleitet- ganz nebenbei bemerkt ein großartiger Film. Sicher auch aber nicht nur deshalb definitiv das stärkste Stück der Scheibe. Auf übertriebene Gitarren-Eskapaden wird verzichtet, ebenso wie auf Experimente oder Vermischung anderer Genres. Geboten wird in allererster Linie US-geprägter Death ohne viel Schnörkel oder Spielereien. Das Outro schließt an das Intro an und umklammert damit den Hauptteil, bevor mit „World Eater“ noch ein BOLT THROWER- Cover nachgelegt wird. Und kein uninteressantes. Gefühlt wurde hier vor allem das Tempo angezogen, der Sound in das eigene Gewand gesteckt und auf 2012 getrimmt. An einigen Stellen könnten die Gitarrenläufe noch etwas weniger vorhersehbar sein, alles in allem wird aber sauberes Handwerk an den Tag gelegt- und das nicht nur aus der Gitarrenfraktion.

FAZIT: Starkes Album, sauberer Death. Zwar mal mehr und mal weniger spannend und zündend, insgesamt betrachtet aber doch hörenswert. Und da ja auch im Album „Snatch“ zitiert wurde, nehme ich mir daran ein Beispiel und sage: „Schwer ist gut! Schwer ist zuverlässig!“

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.11.2012

Tracklist

  1. Intro
  2. Heretic Revenge
  3. Death to All
  4. Eden`s Desecration
  5. Desiderium Mortis
  6. Existence in Obscurity
  7. Nemesis
  8. Priest of Profanation
  9. Lunatic Hate
  10. Outro
  11. World Eater (Bolt Thrower - Cover)

Besetzung

  • Bass

    Christoph Zacharowski

  • Gesang

    Tommy Sonnenburg

  • Gitarre

    Alexander Hilla, Marko Wynen

  • Schlagzeug

    Dennis Thiele

Sonstiges

  • Label

    Aural Attack

  • Spieldauer

    43:30

  • Erscheinungsdatum

    02.11.2012

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