Diese Scheibe aus Belgien wurde bereits 2011 als Kassette veröffentlicht. MONADS empfehlen sich mit ihrem Doom Death Menschen, die auch schon ALKERDEEL eingetütet haben
Das kürzeste der Stücke ist sieben, das längste fast eine Viertelstunde lang, aber die Gruppe ist so findig und gestaltet ihren Lavastrom relativ spannend. In „The Stars Are Screaming“ lockern sie den Wust mit minimalistischen Akustik-Bridges auf, fügen aber auch lebendigere Riffs aus der klassischen Todesschule ein, speziell im kompaktesten und recht lebendigen Track „Within the Circle of Seraphs“. Grunzer Polon beherrscht das tiefe Grollen ebenso gut wie heiseres Knurren, flüstert jedoch bisweilen auch. So verleiht er dem Opener einen tragischen Anstrich, der für den weiteren Verlauf maßgeblich erscheint.
Abwechslungsreich wie etwa EVOKEN komponieren MONADS zwar nicht, aber wer sich gerne im Morast wälzt und seinen Death gerne schmutzig bis dröhnend mag, geht auf „Broken Gates To Nowhere“ steil, denn hier agiert das Quintett mit am zähsten und arbeitet auf einen packenden, unvermeidlichen Ausbruch hin. „The Obsolete Presence“ ist strukturell am gleichmäßigsten und demnach einen Tick zu lang, das melodische Finale „Absent As in These Veins“ hingegen ein fürs Genre allgemeinverbindlicher Song. Well done.
FAZIT: Darf man einen kleinen Boom in Sachen Doom Death heraufbeschwören? MONADS bedienen die Funeral-Sparte mit recht abwechslungsreichem Songwriting und überzeugen diese Mini-Szene, auch wenn sie nichts Neues beisteuern.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.10.2012
J.Frederix
R.Polon
G.Van Droogenbroeck, H. Cools
D. Degrieck
Ordo MCM
43:12
19.10.2012