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Mull Historical Society: City Awakenings

Stil: Pop / Rock

Cover: Mull Historical Society: City Awakenings

Die Stadt gilt Musikern – man denke nur an David Bowie – seit je als Inspirationsquelle. Colin McIntyre steigt nach zwei Soloalben seit sieben Jahren erstmals wieder als MULL HISTORICAL SOCIETY in den Ring und drückt das Urbane von London über Glasgow bis New York luftig leicht aus.

„City Awakenings“ bietet lebensbejahenden, aber nicht seichten Pop im besten Singer-Songwriter-Sinn. Grammy-Gewinner Dom Morley (GRINDERMAN) hat McIntyre einen Radio-kompatiblen Sound produziert, der in „Can You Let Her Know“ an Belle & Sebastian erinnert und mit „The Lights“ an MERCURY REV. Spätestens bis zum dritten Stück ist man je nach Vorzug von der Stimme des Barden vereinnahmt oder abgestoßen, weil McIntyre hörbar ähnliche Tonfolgen bemüht. Umso eingängiger werden die Stücke daraufhin, etwa der Stomper „Fold Out City“ oder das klanglich breite Flächen auswalzende „You Can Get Better“.

Das Klingklang von „For Bas, The Hague“ steht dem Titel zum Trotz weiterhin in urbritischer Indie-Tradition, während einzig „This Is Not My Heart“ sowie das Abschlussexperiment „Thameslink“ (kaum Gesang, üppige Soundkulisse) bedächtiger klingen.

FAZIT: „City Awakenings“ ist garantiert Schotten-Nichtrock und kann im Großen und Ganzen kein Wässerchen trüben. Wer bei COLDPLAY und TRAVIS im abgespeckten Kontext nicht davonläuft, lässt sich auf toll arrangierte Songs ein, die im Fall von „Can You Let Her Know“ und „Honey Pie“ nur schwerlich wieder aus dem Ohr verschwinden.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 08.02.2012

Tracklist

  1. Must You Make Eyes At Me Now
  2. Can You Let Her Know
  3. The Lights
  4. Must You Get Low
  5. Fold Out City
  6. You Can Get Better
  7. Honey Pie
  8. For Bas, The Hague
  9. This Is Not My Heart
  10. Thameslink (London’s Burning)

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Xtra Mile Recordings

  • Spieldauer

    35:47

  • Erscheinungsdatum

    15.02.2012

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