Zurück

Reviews

Mutilation Rites: Empyrean

Stil: Black/Thrash/Crust/Doom

Cover: Mutilation Rites: Empyrean

Justin Ennis wird dem ein oder anderen Kenner der extremmusikalischen Szene noch als Drummer von TOMBS und HEURISTIC bekannt sein - jener Mann prügelt nun bei MUTILATION RITES auf die Teller und Töpfe und hat einige Musiker um sich geschart, um gemeinsam einer weiteren Vision kompromissloser Klänge nachzugehen.

Das Gros des Sounds besteht aus typisch amerikanischem Black Metal, der seine Einflüsse allerdings auch aus Skandinavien als auch von POSSESSED und CELTIC FROST bezieht. Dazu gesellen sich ein paar thrashige Passagen, doomende Schwere und sogar etwas Death Metal, und einige schweinecoole Crust-Parts lassen einen kurzfristig das Mattenschwingen vergessen und die Ellbogen ausfahren. Doch so gegensätzlich das erscheint, so homogen klingt der Bastard in lautstark realisierter Form.

Auch die organische Produktion ist sehr gut gewählt, denn so bekommt die wechseldurchsetzte Musik der Formation aus Brooklyn, New York einen undergroundigen, schmutzigen Charakter, der wie Arsch auf Eimer passt. Bis auf die Bassdrum, die ein wenig ulkig anmutet - die hört sich nämlich an wie das Aufprallen eines Kinderspielballs, das Klatschen auf den nackten, nassen Po oder die Geräusche kleiner Kinderpatschefüßchen im Hallenbad, wenn Frederik-Jerome auf dem gefliesten Boden weinend zu Mama rennt, weil der doofe Hennes-Lennart ihm Wasser ins Auge gespritzt hat. Abgesehen von diesem Schönheitsfehler ist „Empyrean“, das Debütalbum der Herren, jedoch ein interessanter, schön negativer Streifzug durch die Untiefen dunkler Seelenkotze.

FAZIT: Nihilistische, Grenzen verachtende, verhasste Musik mit hohem Angepisstheitsfaktor gefällig? Here You Are.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.05.2012

Tracklist

  1. A Season Of Grey Rain
  2. Realms Of Dementia
  3. Ancient Bloodoath
  4. Fogwarning
  5. Dead Years
  6. Broken Axis

Besetzung

  • Bass

    Ryan Jones

  • Gesang

    George Paul

  • Gitarre

    George Paul, Michael Dimmitt

  • Schlagzeug

    Justin Ennis

Sonstiges

  • Label

    Prosthetic Records

  • Spieldauer

    36:45

  • Erscheinungsdatum

    22.05.2012

© Musikreviews.de