Mittlerweile haben sich die deutschen ROZENCRANTZ, die aus der Band ROMEO DISCHARGE hervorgegangen waren, im Spannungsfeld zwischen straightem Rock, Gothic Rock, Alternative und etwas Metal darniedergelassen, und eine gewisse Routine hat sich nach all den Entwicklungsphasen manifestiert.
Leider hat sich in diesem Zuge auch sehr viel Farblosigkeit in die Musik des Quintetts eingeschlichen, denn die Songs weisen eine erschreckende Beliebigkeit, Bequemlichkeit und Ideenarmut auf, alles schmeckt nach vertrockneten Allgemeinplätzchen und pampigem Einheitsbrei, und Sänger Skye, der sicherlich nicht zu den schlechtesten seiner Zunft gehört, hat es auch auf dem aktuellen Album nicht gelernt, etwas aus sich herauszugehen. Stattdessen trällert er, wenngleich auf professionellem Level, viel zu austauschbar über die simplen Klanggerüste.
„Tears Black Reign“ hat durchaus seine Momente, doch überwiegend herrscht Langeweile. Es wird zunehmend mühsam, dem angepassten Treiben zu lauschen, da es keine Höhepunkte, gibt keine Tiefpunkte, stattdessen stets ein Getänzel um die Durchschnittsmarke herum geschieht, was auf unangenehme Art ungeduldig macht.
FAZIT: Schnarchtassigkeit auf hohem Niveau, daher verzichtbar.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 21.10.2012
Horatio
Skye
Gray, Skye
Lucian
Jackie
Kitty Killer/Timezone
48:18
31.10.2012