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Soulbound: Towards The Sun

Stil: Rocking Melodeath

Cover: Soulbound: Towards The Sun

Das Bielefelder Fivepiece erfindet zwar nichts Neues, aber an sich ist es eine gar nicht mal so uncoole Idee, skandinavischen, modernen Death Metal mit eher rockigen Elementen zu paaren. Entsprechend variabel alternieren passenderweise die Vocals zwischen melodischer, kraftvoller Klarstimme und giftigem Gebrüllkreische.

In ihrer Bandbiographie verliert sich der Fünfer in leider ziemlich leeren, superlativgeschwängerten Worthülsen. Leer deshalb, weil die akustische Beweisführung unzureichend ist. Hinsichtlich der göteborgischen Komponente kommen SOULBOUND nämlich nicht über nacheifernd heruntergespielte Szenestandards hinaus, und auch in den rockenden und teilweise gar alternativen Momenten gelingt es der Kapelle nicht, auch nur ansatzweise Originalität an den Tag zu legen.

Bei den Wechseln vom einen ins andere Extrem stellen sich die Herren zudem nicht immer geschickt an, denn gerade dann wirkt alles wie aneinandergeklebt - und hier kommt dann auch die sehr klinische und trockene Produktion negativ ins Spiel, da speziell die abgehackten Passagen und die abrupten Breaks durch sie eher nach Strg+C ind Strg+V klingen.

FAZIT: „Towards The Sun“ wirkt wie gewollt und nicht so wirklich gekonnt. Vieles an diesem Halbstünder hat etwas Erzwungenes, verkrampftes, so wie ein Schauspieler, dem man ansieht, dass er zu sehr schauspielert. Wenn SOULBOUND ihr Ding mit etwas mehr Mut, mehr Lockerheit und mehr Dreck fortführen, könnte es jedoch spannend werden.

Punkte: 7/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.03.2012

Tracklist

  1. Eclipse
  2. Halloween
  3. Curse Of Vanity
  4. Down In Destruction
  5. Towards The Sun
  6. Sunrise
  7. Broken Pieces
  8. Down In Destruction (Remix)

Besetzung

  • Bass

    Jonas

  • Gesang

    Johnny, Patrick

  • Gitarre

    Patrick, Felix

  • Schlagzeug

    Mario

Sonstiges

  • Label

    Deafground Records

  • Spieldauer

    29:21

  • Erscheinungsdatum

    16.03.2012

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