SPINESHANK waren ja bereits auf ihren drei ersten Alben, die zwischen 1998 und 2003 veröffentlicht wurden, so ein wenig eine „Au ja, wir auch!“-Band. Was gerade hip war, wurde gerne mal adaptiert, und so hinkten die vier Kalifornier stets etwas den jeweils aktuellen Trends hinterher. Die musikalischen Resultate klangen entsprechend angepasst, aber keineswegs schwach kopiert.
Ab 2004 wurde es etwas unruhig im Bandgefüge, ein neuer Sänger namens Brandon Espinoza wurde angetestet, und fortan haben die drei verbliebenen Bandmitglieder mit ihm gearbeitet, während Jonny Santos mit SILENT CIVILIAN sein eigenes Ding durchgezogen hatte. Doch SPINESHANK kamen ins Stocken, Espinoza stieg wieder aus, und die Band löste sich laut ihm im Jahre 2008 auf. Lustigerweise war die Band aber auf der Suche nach einem neuen Sänger, wollte unter anderem Namen weiter machen - und schlossen sich noch im selben Jahr wieder mit Santos zusammen – als SPINESHANK.
Heute, neun Jahre nach dem letzten Album „Self Destructive Patterns“, zeigt sich die Truppe wie gehabt - man sog aufmerksam das musikalische Zeitgeschehen auf. Und so verwundert es kaum, dass - potzblitz! - der bestehende Bandsound noch mit Elektronik, Neuzeit-Hardcore und ebensolchem Metalcore angereichert wurde. Und auch auf diesem vierten Album erleben wir solide Kost mit Zeitverzögerung hinsichtlich der Klangmode. Somit werden SPINESHANK wohl auf ewig in dieser Nummer stecken bleiben.
FAZIT: Ob es wirklich dem Vorwärtskommen der Band hilft, wenn man passable Alben voller Elemente gerade abgeebter Trends auf den Markt wirft? Wie wäre es denn mal, selbst mit einem Paukenschlag aufzuwarten und allen zu zeigen, dass auch etwas Neues möglich ist?
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.06.2012
Rob Garcia
Johnny Santos
Mike Sarkisyan
Tommy Decker
Century Media
44:53
15.06.2012