PHARAOH, DAWNBRINGER, HIGH SPIRTS, ehemals NACHTMYSTIUM und SUPERCHRIST - was Rogga Johansson für den Death Metal, ist Chris Black für den eher traditionellen Metal, nämlich ein arbeitswütiger Musikjunkie. SUPERCHRIST dürfte hierzulande noch Chris' unbekannteste Band sein, obwohl "Holy Shit" bereits das sechste Album des Trios ist, bei dem der Multiinstrumentalist den Bass bedient und natürlich auch singt.
Stilistisch ist SUPERCHRIST die am einfachsten gestrickte Black-Band, man frönt einer Mischung aus Rock'n'Roll im Sinne MOTÖRHEADs und 80er-Metal, bei zwei Songs ("Hot Tonight" und "PAMF") ist zudem eine leicht punkige Ausrichtung auszumachen. Stimmlich agiert Chris dabei ziemlich genau zwischen der Art und Weise, wie er bei DAWNBRINGER und HIGH SPIRITS singt, wobei zu der räudigen Musik ein noch herberer Gesangsstil auch passen würde. Sein unnachahmliches Gespür für harmonische Melodien kommt dabei vor allem in den Gesangslinien und den eingängigen Refrains zum Tragen. Leider nimmt der dünne Gitarrensound dem Material einiges an Durchschlagskraft, mit mehr Druck im Sound und dreckigerem Gesang würde "Holy Shit" sicher noch mehr Spaß machen. Auch ist nicht jeder Song wirklich gelungen, das schwache "Black Thunder" ist gar ein Totalausfall.
FAZIT: "Holy Shit" zeigt eine weitere Facette von Chris Black auf und ist eine Gute-Laune-Platte, die man am besten ziemlich laut hört. Zu den Highlights in seiner Diskografie zählt das Album indes nicht, womit es eine weitere Parallele zu Rogga Johansson gibt, denn der nimmt auch nicht nur geile Platten auf.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.06.2012
Chris Black
Chris Black
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Hells Headbanger
29:58
22.05.2012