Die Norweger müssen in ihrer DNS irgendwie ein Kick-Ass-Rock'n'Roll-Gen besitzen, denn anders ist es kaum zu erklären, dass gerade aus diesem Teil Skandinavien so viele straight und mächtig fett rockende Kapellen stammen, die zudem noch eine deftige Portion Power innehaben.
Das Quartett wird zwar mit MAN THE MACHETES, OSLO ESS und KVELERTAK verglichen, doch dieses Gespann ist deutlich mehr in punkrockigen Gefilden verwurzelt. Oftmals klingen BLODIG ALVOR sogar wie eine entmetallisierte, enthartkernte und norwegisch textende Version von ONLY LIVING WITNESS. Es wäre allerdings unfair, es bei diesen Vergleichen zu belassen, denn die vier bewahren sich ein hohes Maß an Individualität - nicht zuletzt anhand Markus' unverkennbarer Vocals.
Dennoch sollte sich gerade die Klientel genannter Bands angesprochen fühlen, wenn es um die Frage geht: „Is' das denn auch was für meinereinen?“ - denn das ist hundertprozentig der Fall.
FAZIT: Eine simpel rockende Scheibe ohne Schnörkel. Nicht mehr, nicht weniger, dafür Funken sprühend.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.02.2013
Erlend B. Andersen
Markus den Ouden
Markus den Ouden, Truls Ringstad
Rune Marius Flaathe Farstad
Indie Recordings
28:50
22.02.2013