Old-School-Death-Metal. Mal nicht aus Schweden, sondern aus Holland. Wer auf Suche nach unerforschtem musikalischen Terrain ist, darf ab hier ausstiegen.
Wer aber auf Old-School-Death steht, wird mit dem Zweitwerk des Quartetts gut unterhalten oder entsprechend gegeißelt, sind die Farmer doch wieder auf dem Feldzug quer durch die Weltgeschichte des Todesstahls. Geplündert wird hier an allen Ecken und Enden, die Beute ins heimische Amersfoort gebracht und stolz alles auf einem großen Haufen präsentiert.
So verwundert es nicht, dass hier Bands wie ASPHYX oder alte BOLT THROWER oder BENEDICTION durchschimmern, es darf aber auch mal ein kurzes einleitendes SLAYER-Riff und ein Groove sein, der an GOREFEST erinnert. Insgesamt bolzt man recht konsequent im Midtempo, geblastet wird allerdings bei Gelegenheit auch, das instrumentale „Edens Destruction“ ist da nur eine kurze Verschnaufpause. Der Anführer der Bande hat ein beeindruckendes Organ, das alle gängigen Facetten umfasst, meist aber zum wütenden und heiseren Gebrülle genutzt wird, um gelegentlich mit Growls Akzente zu setzen. Da „The Coming Scourge“ auch noch in einen dreckigen, aber guten, Sound gepackt wurde, geht das Album als rundum gelungen, wenngleich ohne große Innovationen durch. Mit dem BATHORY-Cover macht man irgendwie aber auch klar, dass man eher seinen Ahnen huldigen möchte statt nach den Sternen zu greifen.
FAZIT: Ein gut gemachtes Old-School-Death-Metal-Album ist BODYFARMs Zweitwerk geworden. Auf „The Coming Scourge“ wird Bewährtes und Bekanntes neu gemischt, gerührt und geschüttelt und der Körperfarmer-Cocktail wird dem Fan des Genres durchaus munden.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.09.2013
Mathieu Westerveld
Thomas Wouters
Thomas Wouters, Bram Hilhorst
Quint Meerbeek
Cyclone Empire
38:38
20.09.2013