Diese Waschzettel sorgen ja immer ein wenig für Voreingenommenheit. So wird in dem kurz-knackigen Fünfzeiler zum BOVINE-Debüt das Dargebotene als ein Mix aus KYUSS, QUEENS OF THE STONE AGE, SOUNDGARDEN und BARONESS tituliert. Wenn das vom Label kommt: Schmarrn! Wenn es von der Band kommt: Gnadenlose Selbstüberschätzung!
Das sludgig angehauchte Alternative-Gebräu hat zwar durchaus interessante Züge und erinnert in einzelnen Parts schon mal an genannte Kapellen, doch ansonsten eiert der Longplayer recht eintönig, profillos und pseudoleidend vor sich hin. Wenn es wie im Titeltrack mal ruhiger und melodischer wird, zeigt sich, wozu BOVINE durchaus fähig wären, doch sobald die Band ins Mett haut, wirkt es aufgesetzt und nervt mit gewollt sich reibenden Tönen und gezwungen erscheinend schiefen Takten.
Wohldosiert eingesetzt wäre das bestimmt effektiv, doch durch die Monotonie, die sich durch das 36-minütige Album zieht und es so doppelt so lang wirken lässt, macht sich beim Hörer nach nur wenigen Songs eine Ungeduld breit, die nicht von Spannung herrührt.
FAZIT: Der Ansatz, den das Quartett aus Birmingham verfolgt, ist nicht verkehrt, doch ein starkes Album benötigt nicht nur einen solchen, sondern auch eine qualitativ ausreichende Umsetzung und Weiterführung desselben.
Punkte: 7/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.04.2013
Christophe Schaunig
Marcus VVulfgang, Thomas Peckett, Christophe Schaunig
Marcus VVulfgang, Thomas Peckett
Damon Cox
FDA Rekotz
36:24
12.04.2013