Das Wiener Septett um den russischstämmigen ehemaligen STAHLHAMMER-Sänger Georgij Alexandrowitsch Makazaria feiert in Österreich offensichtlich einige Erfolge, und mit dem dritten Album zeigen sich RUSSKAJA angriffslustig. Nun wollen sie's wohl wissen.
Den Stil der wilden Bande adäquat in Worte zu fassen, käme einer Auflistung gleich, denn neben eindeutigen russischen Elementen, Metal, Ska, Polka und Punk wildern RUSSKAJA gerne auch in den jazzigen Zwanzigern, machen einen auf Dschingis Khan on Speed, klezmern durch die Botanik, basteln türkische Musik ein, dann lassen sie wieder lateinamerikanische Tunes einfließen, um danach wie 'ne Big Band zu swingen. Hinterher fegen sie dann wie Freaks über den Discofloor.
Doch obwohl die wilden Musiker einen bunten Strauß an Genres in der musikalischen Vase stehen haben, erscheinen sämtliche zwölf Songs in sich und das Dutzend Kompositionen auch albumübergreifend schlüssig. Das Schöne dabei ist auch, dass RUSSKAJA nie die Weirdos heraushängen lassen, sondern ihr Ding, so spaßig es auch ist, mit einer beispielhaften Seriosität darbieten.
FAZIT: Ein Fest für den Liebhaber ungewöhnlicher Kreuzüber-Kombinationen. Eines, bei welchem der gute Song im Vordergrund steht.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.04.2013
Dimitrij Miller
Georgij Alexandrowitsch Makazaria
Engel Mayr
Mario Stübler
Hans-Georg „H-G“ Gutternigg (Potete oder auch H.G.-Phone), Rainer Gutternigg (Trompete), Ulrike Müllner (E-Geige)
Napalm Records
40:02
05.04.2013