Wieder einmal bekommen wir im Presseflyer vorgekaut, für Fans welcher Bands die beworbene Veröffentlichung empfohlen sei. CARCASS, sagen die. Ja, so'n bisschen haut das hin, besonders „Heartwork“ passt als Referenz. Von ENTOMBED ist auch die Rede, ebenso von SEPULTURA, was auch hinkommt, jedoch nicht ganz so deutlich. Doch man muss sich fragen: Was soll dieser Blödsinn eigentlich? Den Bands tut man dabei jedenfalls keinen Gefallen, denn so wird eine Schubladisierung unternommen, die die Künstler auf ewig brandmarken kann.
Es gelingt der Band allerdings auch nicht aus eigener Kraft so recht, sich von all den anderen profanen Death-Metal-Bands abzuheben, vielmehr spielt man einen - wenngleich auch exzellent performten - Einheitsbrei aus US-, Schweden-, Euro- und Britentod, hier und dort mit ein paar Thrash-Fragmenten, etwas Rock'n'Roll wie in „Nada“ oder Heavy Metal in der Nummer „Blood Is On Our Hands“ garniert. Halbwegs originell ist der Sprachmix, denn neben englischen und deutschen Texten finden sich auch solche in der Heimatsprache des kroatischstämmigen Sängers Nikola auf dem Tonträger wieder.
FAZIT: Mit ihrem nunmehr dritten Album werden SKUM wohl eine begrenzte Klientel bedienen, und die bekommt solides Futter geboten. Wenn man nicht mehr als das erwartet, darf man sich zufrieden schätzen.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 30.01.2013
Christian Görke
Nikolai Grgič
Roberto Parada
Christoph Buchheim
Bret Hard Records
49:06
01.02.2013